Hidalgo warnt vor córdoba: „ania hat eine handschrift – und die trifft“

Antonio Hidalgo spricht schneller als sonst. Der Trainer von Deportivo zieht die Augenbrauen zusammen, als würde er das Wort „Pechsträhne“ sofort korrigieren. „Córdoba ist kein Angstgegner, Córdoba ist ein K.o.-Gegner“, sagt er und klopft dabei rhythmisch auf das Pult im Presseraum von Riazor. Iván Ania, sein Kollege von der Mannschaft aus Andalusien, habe „dem Team ein Gesicht gegeben – und das ist ein hässliches für uns, wenn wir schlafen“.

Der kapitän fehlt, der gegner kommt

Die Zahlen? Die kennt jeder. Córdoba hat vier der letzten fünf Partien verloren, steht mit 39 Punkten auf Rang 14. Doch Hidalgo schaut nicht auf die Tabelle, sondern auf die Einzelbewegungen. „Ich habe Ania in der Tercera, in der Segunda B und jetzt hier analysiert. Er baut Dreiecke, zwängt dich in die eigene Hälfte und schlägt dann mit dem ersten Ball kontakt nach vorne zu.“ Die Lösung: „Früh stören, aber sauber. Keine Karte, kein Platzverweis, keine Rotation im Kollektiv.“

Die Personalie Diego Villares schmerzt. Der Kapitän bleibt mit einer Schulterluxation außer Plan, sein Ersatz wird wohl Álex Bergantiños. Dafür kehren Diego Loureiro (Oberschenkel) und Brian Noubi (abgeschlossener Länderspiel-Einsatz mit Belgien U-21) zurück. „Wir haben 23 Profis, kein Luxus, aber genug Qualität, um Córdoba in die Knie zu zwingen“, so Hidalgo.

Málaga folgt, doch zuerst der nächste schritt

Málaga folgt, doch zuerst der nächste schritt

Der Blick richtet sich bereits auf Samstag, wenn der FC Málaga in die Galicien reist. Doch Hidalgo blockt ab: „Wer zwei Gegner auf einmal bekämpft, verliert beide Spiele.“ Er verlangt „ein 1-0 im Kopf, bevor das Stadion pfeift“. Die Marschroute ist klar: Sieg gegen Córdoba, dann gegen Málaga – und Deportivo wäre nach 34 Spieltagen wieder oben dran, wo sich die Luft dünn und das Geld dick macht: den direkten Aufstiegsplätzen.

Er selbst spürt den Druck nicht, sagt er. „Druck ist, wenn du in der Fabrik Schichten tauschst, um deinem Sohn das Trikot kaufen zu können.“ Die Spieler sollen sich an diesen Satz erinnern, wenn morgen um 19:00 Uhr der Anpfiff ertönt. Wer danach noch zweifelt: Yeremay läuft wieder durch, die Pubalgie verliert. Und Riazor wird wieder laut – so laut, dass selbst Anias Dreiecke ins Wackeln geraten.