Hfc demoliert chemie: leipzig steht mit dem rücken an der wand

Der Hallescher FC hat im Sachsen-Anhalt-Derby zugeschlagen und Chemie Leipzig mit 2:0 (0:0) auf den Abstiegsrelegationsplatz geschickt. Für die Grün-Weißen war es die fünfte Pleite nacheinander – die Luft wird dünner, der Atem kürzer.

Schröder-elf trifft, wenn chemie schläft

Die Gäste bestimmten von Anfang an das Tempo, aber bis zur Pause blieb es bei Halbchancen: Niclas Stierlin setzte einen Kopfball neben das Tor (12.), Kilian Zaruba probierte es mit einem Lupfer aus der eigenen Hälfte, der Marcel Bergmann nur um Zentimeter verfehlte (35.). Chemie antwortete mit zwei abgeblockten Schüssen von Stanley Ratifo – das war’s dann auch schon mit der ersten Hälfte.

Nach dem Seitenwechsel schaltete der HFC einen Gang höher. Zaruba schob einen Steilpass in den Lauf von Joscha Wosz, der eiskalt einschob (50.). Chemie schien wie gelähmt, und als Malek Fakhro nach einem Bergmann-Patzer nur die Latte traf (52.), war die Vorentscheidung gefallen. Kilian Zaruba machte mit seinem Kopfball nach Ecke den Sack zu (79.) – 0:2, der Abstand zur Konkurrenz beträgt nur noch zwei Zähler.

Leipzig ohne idee, hfc mit plan

Leipzig ohne idee, hfc mit plan

Was Chemie in der Schlussphase bot, war ein einziges Signal: Hilfe. Trainer Pavel Dochev wechselte dreimal, doch die einzige nennenswerte Chance vergab Nils Lihsek, der aus sieben Metern frei vor Torwart Jonas Ermes am Ball vorbeistolperte (87.). Die HFC-Defensive um Niklas Landraf stand sicher, ließ keinen Zweikampf aus und spielte die Zeit souverän herunter.

Für den Halleschen FC bedeutet der Sieg den vierten Dreier in Serie und die feste Tabellenmitte. Für Chemie Leipzig heißt es nun: fünf Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz, nur noch neun Spiele Restprogramm. Die Fans auf der Gegengerade skandierten nach Abpfiff „Wir sind der HFC“ – auf der Haupttribüne herrschte betretenes Schweigen. Die Saison ist noch nicht gelaufen, aber die Uhr tickt laut.