Fsv frankfurt fegt schott mainz mit 5:0 weg und schließt zur spitze auf
Der FSV Frankfurt hat mit einem Schützenfest die Regionalliga-Südwest aufgemischt: 5:0 beim Tabellenletzten TSV Schott Mainz, Platz drei und nur noch acht Punkte Rückstand auf Spitzenreiter Freiberg. Die Frankfurter schossen, was der Kunstrasen hergab, Ismail Harnafi traf doppelt, Corvin Bock, Corvin Celik per Freistoß und Neuzugang Takero Itoi komplettierten die Demontage.
Kunstrasen als kataklysmus für mainz
Die Mainzer hatten den Rasenplatz wegen Witterung getauscht, doch der Kunstrasen wurde zur Falle: Bereits nach sieben Minuten zirkelte Celik den Ball aus 22 Metern in den Winkel, die Hintermannschaft des TSV wirkte wie versteinert. Es war der Startschuss für 83 Minuten Kontrollfußball der Bornheimer, die ihre Angriffe immer wieder über die schnellen Außenbahnen zogen und die Räume eiskalt ausnutzten. Harnafi erhöhte kurz vor der Pause auf 3:0, nachdem er zuvor schon zwei Großchancen liegen ließ – diesmal ließ er nichts anbrennen.
Die 407 Zuschauer im Stadion am Bruchweg sahen nicht einmal eine kleine Aufholjagd der Hausherren. Stattdessen setzte Itoi in der Nachspielzeit den Schlusspunkt, indem er nach Solo über halbrechts trocken ins lange Eck einschoss. Der FSV blieb damit seit fünf Spielen ungeschlagen und hat 13 Punkte aus den letzten fünf Partien geholt – mehr als jede andere Mannschaft in dieser Phase.

Offenbach und stuttgart liefern sich schlagabtausch ohne tor
Kein Tor, dafür aber jede Menge Tumult: Kickers Offenbach und Stuttgarter Kickers trennten sich 0:0, doch die Null steht nur auf dem Papier. Die Partie kochte von Anfang an, beide Teams preschten mit offenem Visier, doch letztlich fehlte im Strafraum die Coolness – oder einfach das Glück. Die beste Chance hatte Offenbachs Bentley in der 71. Minute, doch sein Schuss prallte an den Pfosten.
Kurz vor Schluss eskalierte die Stimmung: Daniel Dejanovic sah wegen einer Tätlichkeit Rot, danach rauften sich fast alle Beteiligten auf dem Rasen. Die Rudelbildung war so heftig, dass der Schiedsrichter die Szene mit Gelb für vier weitere Akteure ahndete. Nach Spielende musste die Polizei einschreiten, weil ein Offenbach-Fan rassistische Beschimpfungen gegen Stuttgarter Spieler äußerte – die Klubs verurteilten das Verhalten in einer gemeinsamen Erklärung unverzüglich.

Kassel ringt alzenau nieder und verlässt abstiegszone
Der KSV Hessen Kassel holte einen 3:2-Krimi gegen Bayern Alzenau und rutschte damit erstmals seit Wochen unter die rote Linie. Phinees Bonianga traf früh, doch Alzenau glich durch Ferukoski aus. Emre Böyükat brachte die Hessen erneut in Front, Sitter egalisierte erneut – ehe Ex-Bundesligaprofi Lukas Rupp in der 66. Minute mit einem satten Linksschuss aus 16 Metern den Deckel draufmachte.
Die 2.099 Fans in der Auestadion erlebten eine Achterbahn der Gefühle, die sich am Ende aber in Erleichterung wandelte. Kassel hat nun drei Punkte Vorsprung auf einen direkten Abstiegsplatz und kann am kommenden Wochenende beim Kellerkind Schott Mainz nachlegen.
Barockstadt erkämpft befreiungsschlag bei bahlinger
Die SG Barockstadt Fulda-Lehnerz hatte zuletzt den Anschluss verpasst, beim Schlusslicht Bahlinger SC aber einen Dreier eingefahren, der mehr wert ist als drei Punkte. Roko Ivankovic köpfte nach einer Ecke früh ein, Hans Nunoo Sarpei erhöhte vor der Pause – der frühere Bundesliga-Profist entschied damit die Partie praktisch vorzeitig. Der späte Anschlusspfiff durch Pepic per Foulelfmeter kam zu spät, Bahlinger bleibt Letzter.
Mit dem Sieg springt Barockstadt auf Rang 14 und hat nur noch zwei Zähler Rückstand auf einen Nicht-Abstiegsplatz. Trainer Daniyel Cimen atmete nach Abpfiff tief durch: „Wir haben endlich wieder zugepackt, das gibt Selbstvertrauen für die engen Wochen bis zur Winterpause.“

Steinbach haiger verspielt führung und siegt sich in bedrängnis
Am Sonntagnachmittag ging es für Steinbach Haiger nach Mainz – und die Reise endete mit einem 1:3. Serkan Firat hatte seine Farben in Führung gebracht, doch Mainz II drehte binnen sechs Minuten auf. Derstroff nutzte ein Missverständnis in der Abwehr, Moreno Y Fell schoss aus spitzem Winkel ein – die Gäste wirkten wie benommen. In der 73. Minute besiegelte Ugljanin mit dem 3:1 die Niederlage.
Die 651 Zuschauer sahen eine Haigerer Mannschaft, die nach der Pause zwar drückte, aber die entscheidenden Zweikämpfe verlor. Mit nur einem Punkt aus den letzten drei Spielen rutscht Steinbach auf Rang acht und muss aufpassen, nicht die Anschluss nach oben zu verlieren. Die Konkurrenz schläft nicht – und der FSV Frankfurt hat gezeigt, wie schnell sich die Karten in der Regionalliga neu mischen.
