Hermoso rettet mit assist und befreiung, el aynaoui bleibt blass
Nur eine einzige Szene rettete Atlético Madrid am Sonabend gegen Alavés, und sie trägt den Namen Mario Hermoso. Der Spanier schlug den Ball in der 78. Minute mustergültig auf Thiago Gabriel, der zum 1:0 traf, und klärte Sekunden später auf der Linie. Ohne diese Doppelaktion gäbe es heute keine drei Punkte für Diego Simeone.

Thiago gabriel sticht heraus, el aynaoui bleibt hinter den erwartungen
Die Noten des spanischen Fußballmagazins „Diario AS“ spiegeln genau das wider: Hermoso erhält eine 8, die höchste Zahl auf dem Platz. Thiago Gabriel, erst 20, bekommt eine 7. Die Verpflichtung aus der Jugendabteilung schlägt sich inzwischen regelmäßig in Statistiken nieder – drei Tore, zwei Vorlagen in den letzten fünf Partien. Ein Wert, den selbst João Félix in seinem ersten Jahr nicht erreichte.
Anders sieht es bei Younes El Aynaoui aus. Der Marokkaner, für 15 Millionen Euro aus Montpellier gekommen, wirkt seit Wochen überdreht. Gegen Alavés verlor er 18 von 25 Zweikämpfen, seine Passquote lag bei 67 Prozent – schwächster Wert im Team. Die Note 5 ist noch milde. Atlético zahlte für Einsatz, nicht für Aufregung.
Die Luft für El Aynaoui wird dünner. Simeone stellte ihn nach 62 Minuten raus, die Rufen nach Rodrigo De Paul werden lauter. Ein offensichtlicher Bruch im System: Wer 15 Millionen kostet, muss Spiele drehen, nicht verstecken.
Am Ende zählt aber nur der Tabellenplatz. Atlético springt auf Rang zwei, zwei Punkte hinter Barça, ein Spiel weniger. Die Meisterschaft ist längst keine Wunschvorstellung mehr, sie ist Realität geworden. Und Hermoso? Er spielt sich gerade in die Startelf der Nationalelf hinein. Luis de la Fuente war im Wanda Metropolitano – und wird sich Notizen gemacht haben.
