Hecking schimpft: großkreutz' wolfsburg-wünsche als „respektlos“
Wolfsburg – Der ehemalige Wolfsburg-Trainer Dieter Hecking hat scharfe Kritik an den Äußerungen des ehemaligen Nationalspielers Kevin Großkreutz geäußert, der sich im Podcast „Viertelstunde Fußball“ öffentlich den Abstieg des VfL Wolfsburg gewünscht hatte. Hecking findet, dass solche Kommentare in der aktuellen Situation des Vereins schlichtweg respektlos sind.
Die wortwahl des weltmeisters: ein affront?
Großkreutz hatte im Podcast seine Wünsche offen ausgedrückt, Wolfsburg möge in die zweite Liga absteigen, und begründete dies mit der vermeintlichen „Herzlichkeit“ des Vereins. Diese Äußerungen, so Hecking, seien „despektierlich“, da es „sehr einfach sei, von draußen draufzuhauen“. Er betonte die lange Bundesliga-Tradition des VfL Wolfsburg und wies darauf hin, dass der Verein „jede sportliche Berechtigung“ habe, in der höchsten Spielklasse zu verbleiben. „Ich empfehle, dass man vor seiner eigenen Tür kehrt“, so Hecking in einem Interview mit Sport Bild.
Die Situation ist ernst: Wolfsburg belegt aktuell den direkten Abstiegsplatz 16 und liegt sechs Spieltage vor Saisonende nur noch sechs Punkte vor dem rettenden Ufer. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt hängt daher am seidenen Faden.

Chaos im kader? heckings einschätzung
Neben der Kritik an Großkreutz äußerte sich Hecking auch zu Gerüchten über chaotische Zustände innerhalb der Mannschaft. „Nein, da kommt die Mannschaft zu schlecht weg“, verteidigte der Ex-Trainer seine ehemaligen Spieler. Er räumte zwar ein, dass die Mischung aus verschiedenen Nationalitäten und Charakteren in einer Krisephase Herausforderungen mit sich bringe, betonte aber, dass es keine „24 Stinkstiefel“ gäbe, die nicht miteinander auskommen könnten. Allerdings räumte er auch ein, dass der Kader insgesamt zu groß sei.
Die jüngste 6:3-Niederlage gegen Bayer Leverkusen hat die Situation noch verschärft und den Abstiegskampf weiter kompliziert. Der Druck auf die Mannschaft und das Trainerteam steigt, während die Tage bis zum Saisonende gezählt werden. Die Frage ist, ob der VfL Wolfsburg die Kur noch herumreissen kann und seine Bundesliga-Zugehörigkeit sicherstellen kann. Die kommenden Spiele werden entscheidend sein.
