Havertz: von der vielseitigkeit zum „gespenst“ im strafraum!
Kai Havertz, der deutsche Nationalstürmer, hat im DFB-Team eine neue Rolle gefunden – und scheint alles zu geben, um sie zu perfektionieren. Nach ungewöhnlichen Auftritten als Linksverteidiger ist er nun als „Neuner“ gesetzt und verfolgt einen ungewöhnlichen Plan, um seine Gegner zu frustrieren.
Die taktische wende: havertz als überraschungselement
Nur wenige Erinnern sich noch an den November 2023, als Julian Nagelsmann Havertz überraschend als Linksverteidiger gegen Österreich ins Spiel schickte. Der 27-Jährige blickte im Nachhinein zurück: „Es war ungewohnt, aber wenn er mich wieder darum bitten sollte, würde ich es machen.“ Ein Tor in den ersten drei Minuten ließ die Maßnahme zumindest kurzzeitig gut aussehen, obwohl Experten die Entscheidung als einen entscheidenden Faktor für die 0:2-Niederlage sahen. Doch diese Phase scheint nun weit hinter ihm zu liegen.
Heute ist Havertz als Mittelstürmer unumstritten. Seine Vorstellung von der Rolle ist dabei alles andere als konventionell. „Die Verteidiger sollen nie wissen, wo ich bin, wohin ich will, was ich vorhabe, wo ich wann sein werde. Das ist für sie am schlimmsten“, erklärte er.

Mehr als nur ein stürmer: havertz als erster verteidiger
Havertz sieht sich nicht nur als Torjäger, sondern auch als integraler Bestandteil der Defensivarbeit. „Ich bin der erste Abwehrspieler meiner Mannschaft. Wenn ich ins Pressing gehe, den Abwehrspieler anlaufe, ist das ein Kommando für meine Mitspieler. Alle folgen mir.“ Diese taktische Disziplin und sein Engagement für die gesamte Mannschaft machen ihn zu einem wichtigen Faktor für den Erfolg der DFB-Elf. Seine Laufarbeit, auch wenn sie manchmal wie zielloses Herumirren wirkt, schafft Räume für seine Mitspieler und öffnet neue Angriffsmöglichkeiten.
Kritiker bemängeln gelegentlich seine vermeintliche Coolness und Körpersprache. „Ich kenne die Debatten, ich sei zu lässig, ich hätte die falsche Körpersprache. Wenn ich nicht gut spiele, kommt das immer“, so Havertz. Doch er lässt sich davon nicht beirren und konzentriert sich darauf, „auf dem Platz ich zu sein. Im Hier und Jetzt.“
Es geht bei ihm nicht darum, sich Gedanken über das zu machen, was andere denken. Stattdessen fokussiert er sich voll und ganz auf das Spielgeschehen. Diese mentale Stärke und sein unbedingter Wille, sich ins Spiel einzubringen, machen ihn zu einem unberechenbaren und gefährlichen Gegenspieler. Seine Fähigkeit, Räume zu schaffen und das Spiel zu lenken, ist unbestritten. Und er weiß das zu schätzen: „Ich kann nicht im Strafraum warten. Ich muss involviert sein.“
Die deutsche Nationalmannschaft hat mit Havertz einen Spieler, der bereit ist, alles zu geben – auch, wenn es bedeutet, ungewöhnliche Rollen zu übernehmen und sich als „Gespenst“ im Strafraum zu manifestieren. Seine Entschlossenheit und sein Engagement für das Team könnten der Schlüssel zum Erfolg in den kommenden Spielen sein. Die Gegner werden sich hüten, ihn zu unterschätzen.
