Havertz schwärmt von raya: „bester torwart der welt – unterschätzt, aber herausragend!“,
Während Manuel Neuer in Madrid die Show stahl, bewies ein anderer Torwart, David Raya, seine Klasse – und das nur 600 Kilometer weiter südwestlich. Kai Havertz, selbst am Mittwochabend im Einsatz und mit einem späten Siegtreffer für Arsenal gegen Sporting Lissabon erfolgreich, konnte die Leistung seines Kollegen kaum übertreffen und verlieh Raya prompt ein superlatives Lob.

Rayas reflexe entscheiden die partie
Es ist fast schon ironisch, dass nach zwei Parallel-Champions-League-Spielen jeweils von einem der vermeintlich besten Torhüter der Welt geschwärmt wird – und jedes Mal ein anderer Spieler gemeint ist. Havertz, der sich nach dem Spiel bei Prime Video äußerte, sprach nicht von Neuer, sondern von David Raya. Seine Worte waren unmissverständlich: „Er war unglaublich. Ich denke, er wird in der Fußballwelt immer noch unterschätzt, aber für mich war er in den letzten zwei Saisons der beste Torwart der Welt. Er ist herausragend, er hat uns schon so oft gerettet.“
Raya, der mit 22 „weißen Westen“ die Torwart-Rangliste der europäischen Top-Ligen deutlich dominiert, zeigte in Lissabon zwei Paradebeispiele seiner Klasse. Bereits in der 6. Minute lenkte er einen Volleyschuss von Maxi Araujo mit einem sensationellen Reflex an die Latte. Auch in der Schlussphase war der spanische Keeper zur Stelle, um einen Schuss von Geny Catamo abzuwehren. „Einer dieser Momente, die ein Spiel entscheiden“, kommentierte Raya selbst seinen Einsatz.
Die erste Parade, ein schneller Konter und ein toller Schuss, konnte Raya gerade noch mit den Fingerspitzen abfälschen. Sein Coach, Mikel Arteta, war ebenfalls beeindruckt: „Er ist außergewöhnlich, großartig, unglaublich. Ich weiß gar nicht, welches Adjektiv ich verwenden soll. Wir sind so froh, dass wir ihn haben.“
Die Rückkehr von Raya ins Tor scheint Arsenal tatsächlich neuen Auftrieb zu verleihen. Die Gunners hatten in den letzten beiden Pokalspielen gegen Manchester City und Southampton mit Ersatzkeeper Kepa verloren – ein Fakt, der angesichts von Rayas Glanzleistung in Lissabon nun besonders bitter schmeckt. Artetas Entscheidung, im League-Cup-Finale auf Kepa zu setzen, der dort entscheidend patzte, wirkt im Nachhinein fragwürdig.
Die Wahrheit ist: Arsenal braucht Raya. Er ist nicht nur ein exzellenter Torwart, sondern auch ein entscheidender Faktor für die Stabilität und das Selbstvertrauen der Mannschaft. Seine Paraden sind nicht nur spektakulär, sondern auch spielentscheidend. Und das ist es, was einen Weltklasse-Torwart ausmacht.
