Havertz: keine kopfschmerzen um sturm-konkurrenz!
Kai Havertz hat im exklusiven Interview mit der Sportschau die Diskussionen um die Personalie Deniz Undav pragmatisch abgetan. Der Chelsea-Angreifer, der auch bei Arsenal in der Premier League überzeugt hat, scheint sich nicht von der Debatte über die optimale Sturm-Konstellation im DFB-Team beeinflussen zu lassen. Stattdessen betonte er seine eigene Rolle und die Notwendigkeit, Verantwortung zu übernehmen.

Havertz: "ich muss selber vorneweg gehen"
Die Erwartungen an Havertz sind enorm. Er hat die Champions League gewonnen, ist englischer Meister und war im deutschen WM-Kader der beste Torschütze. Diese Erfolge machen ihn zu einer zentralen Figur im Offensivbereich der Nationalmannschaft. Müller, der in seiner langen Karriere eine beeindruckende Bilanz vorweisen kann, dient hierbei zwar als Referenz, doch Havertz' Weg ist sein eigener. Die Zahlen sprechen für sich: Zwei Tore bei der WM, während andere Stars des Kaders leer ausgingen.
Besonders bemerkenswert ist die ruhige Art, mit der Havertz die Konkurrenzsituation annimmt. Während die Bundesliga-Statistiken von Spielern wie Undav im Rampenlicht stehen, scheint Havertz die Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen der Premier League und Deutschland gewohnt zu sein. Er schätzt seine Position ein und weiß, dass er in der Kabine nicht unbedingt die großen Reden schwingen muss, sondern vor allem durch Taten überzeugen kann. Seine Reife und Selbstsicherheit sind beeindruckend, zumal er am Donnerstag seinen 27. Geburtstag feierte.
Undav, der in der Europa League zwar nicht immer glänzte, aber in der Bundesliga als Torschützenkönig mit dem VfB Stuttgart auf sich aufmerksam machte, stellt zweifellos eine ernsthafte Konkurrenz dar. Doch Havertz lässt sich nicht beirren. Er hat gelernt, mit dem Druck umzugehen und sich nicht von der Außenwelt beeinflussen zu lassen. Seine Erfahrung in der Premier League hat ihn widerstandsfähiger gemacht.
Die Sportschau-Experten sehen in Havertz einen Schlüsselspieler für den Erfolg des DFB-Teams bei der WM 2026. Seine Fähigkeit, unter Druck zu agieren und Verantwortung zu übernehmen, wird entscheidend sein. Auch wenn er nicht derjenige ist, der die Kabine mit pathetischen Worten aufmotzt, so ist er doch ein Vorbild für seine Mitspieler.
