Aguirre feuert mexiko-kritiker broos mit frechem spott!

Ein Schlagabtausch der besonderen Art: Nach dem 2:0-Sieg Mexikos gegen Südafrika im WM-Qualifikationsspiel ließ Javier 'Vasco' Aguirre die Worte des südafrikanischen Trainers Hugo Broos auf sich sitzen – und konterte mit einer gehörigen Portion Selbstbewusstsein und Augenzwinkern.

Broos

Broos' vorwurf: mexiko spielte ideenlos

Der südafrikanische Bondscoach Broos hatte zuvor mehrfach betont, Mexiko habe keine Ahnung, was es mit dem Ball anfangen könne. Eine Aussage, die Aguirre keineswegs ernst nahm. Im Gegenteil: „Wenn wir nicht wüssten, was wir mit dem Ball machen, und trotzdem verzweifeln lassen, dann ist das doch großartig! Wenn wir nicht fünf Dinger in sie schießen, bin ich ja ein Volltrottel!“, konterte der mexikanische Coach mit einem Augenzwinkern. Seine Reaktion lässt erahnen, dass er Broos' Einschätzung als reine Provokation wertet.

Doch es war nicht nur das. Aguirre kehrte den Spieß um und warf Broos‘ Team mangelnde Defensivqualitäten vor. „Ich kann sagen, dass sie keine gute Abwehr hatten“, fügte er lachend hinzu. Die Statistiken untermauern seine These: Mexiko dominierte das Spiel, hielt den Ball in seinen Reihen und zwang Südafrika zu lediglich einem Torschuss.

Ein Sieg, der noch nicht alles ist

Aguirre betonte, dass der erste Sieg zwar wichtig sei, aber noch lange kein Garant für den Gruppenerfolg. „Wir müssen es besser machen“, forderte er seine Mannschaft auf. Das anstehende Spiel gegen Südkorea wird dabei eine neue Standortbestimmung. Es geht nicht darum, als Gruppenerster festzustehen, sondern darum, sich stetig zu verbessern. „Wir denken nur an das Spiel gegen Korea. Es ist nicht wichtig, nicht unsere Priorität. Wir werden versuchen, besser zu sein als Korea, Schritt für Schritt gehen und sehen, was die Zukunft bringt.“

Personalsituation und Raul Jiménezes Aufstieg

Die Entscheidung zwischen Lira und Edson Álvarez als Innenverteidiger gestaltet sich schwierig, da Edson aufgrund einer Roten Karte von César Montes ins Zentrum musste. Aguirre entschied sich für Lira, betonte aber, dass Álvarez im nächsten Spiel voraussichtlich den Vorzug erhalten wird. Besonders erfreulich für den mexikanischen Coach ist die aktuelle Form von Raul Jiménez. „Er hat mit dem rechten Fuß angefangen“, lobte Aguirre den Stürmer, der durch seine persönliche Situation zusätzlich motiviert scheint und mit einem Tor zum Sieg beitrug. Ein rundum gelungener Auftritt für Jiménez.

Die Partie gegen Südafrika mag ein erster, wichtiger Schritt sein, doch die WM-Qualifikation ist ein Marathon, kein Sprint. Und Aguirre scheint gewappnet für die Herausforderungen, die noch vor seiner Mannschaft liegen – mit einer Mischung aus taktischer Klugheit und einem gesunden Maß an Selbstironie.