Hase und volodin schreiben eiskunstlauf-geschichte: gold für deutschland
Die Eiskunstlauf-Weltmeisterschaft in Prag hat ein deutsches Happy-End: Minerva-Fabienne Hase und Nikita Volodin holen sich die Goldmedaille. Mit 228,33 Punkten verwandeln sie nach Olympia-Bronze den Traum vom WM-Titel in Wirklichkeit.
Das perfekte finish nach einer langen saison
Die Berliner starteten mit einem Weltklasse-Kurzprogramm (79,78 Punkte) und verteidigten die Führung in der Kür. Ein minimaler Wackler beim Dreifach-Salchow konnte die Stimmung nicht trüben – das Ehepaar auf dem Eis lief danach fehlerfrei und mit sichtbarem Selbstvertrauen.
Die Konkurrenz kam nicht mehr heran. Die georgischen Olympia-Zweiten Metelkina/Berulawa landen bei 218,41 Punkten, Kanadas Pereira/Michaud erhalten 216,09. Für Hase/Volodin ist es der erste WM-Titel nach Bronze 2024 und Silber 2025 – der komplette Medaillensatz ist damit perfekt.

Deutscher doppelerfolg trotz zukunftsfragezeichen
Auch das zweite deutsche Duo Annika Hocke/Robert Kunkel überzeugt: 194,11 Punkte, Platz sieben, identisch mit dem Olympia-Resultat. Hocke ist überglücklich: „Ich bin etwas sprachlos, die Stimmung war unglaublich.“ Kunkel ergänzt: „Genau deshalb machen wir das.“
Hinter dem gemeinsamen Glanz steht allerdings ein Fragezeichen. Nach dem dritten Platz in Mailand hatten Hase/Volodin eine klare Zukunftsabsage vermieden. Jetzt, nach dem Saisonende, wird der Blick nach vorn nicht einfacher. Die Entscheidung liegt noch offen.
Fakt ist: Deutschland feiert nach Jahren des Wartens wieder Paarlauf-Gold bei einer WM. Für Hase/Volodin ist es mehr als ein Erfolg – es ist die Bestätigung, dass harte Arbeit und Mut sich auszahlen. Die Eiskunstlauf-Saison 2026 gehört ihnen.
