Harder schlägt dreimal zu: bayern schockt manchester united im old trafford

Pernille Harder war alles andere als gern gesehen im „Theatre of Dreams“ – und genau das ließ sie den Reds heftig spüren. Mit zwei Treffern und einer Vorarbeit zog die Dänin den FC Bayern München mit 3:2 über Manchester United und schickt den deutschen Rekordmeister mit Rückenwind ins heimische Viertelfinal-Rückspiel.

Old Trafford bebte längst nicht mehr nur vor Torschüssen der Männer. 21.800 Zuschauer erlebten eine temporeiche Partie, in der die Münchinnen nach 120 Sekunden schon jubelten. Arianna Caruso leitete mit einem Traumpass die erste Szene ein, Harder verwandelte eiskalt. Die Freude hielt 22 Minuten, ehe Ex-Bayerin Lea Schüller mit einem Flankenball den Arm von Glódís Viggósdóttir traf – Elfmeter, Maya Le Tissier glich aus.

Schüller trifft fast, bayern treffen besser

Schüller, im Winter nach fünfeinhalb Jahren an der Isar in die Premier League gewechselt, blieb die umtriebigste United-Akteurin. Zweimal scheiterte sie kurz vor der Pause, einmal mit dem Kopf, einmal mit dem Rechten. Auf der anderen Seite köpfte Bernadette Amani knapp drüber – ihre beste Königsklassen-Gelegenheit.

Nach der Pause schalteten die Bayern einen Gang höher. Harders zweiter Treffer war ein Kunstschuss aus 14 Metern, Hanna Lundkvist schockte die Gastgeber mit dem 2:2. Erst Momoko Tanikawa sorgte mit der 84-Minute für klare Verhältnisse. 3:2 – ein Auswärtssieg, der mehr wert ist als drei Punkte.

Barcelona wartet bereits

Barcelona wartet bereits

Die Marschroute für Mittwoch (18.45 Uhr, live auf Disney+) steht: Ein Remis reicht, um das erste Halbfinale seit 2021 zu erreichen. Dort lauert aller Voraussicht nach der FC Barcelona, der Real Madrid vor heimischem Publikum mit 6:2 zerlegte und in der Gruppenphase Bayern bereits 7:1 abfertigte. Die Kataloninnen gelten als unangenehmster Gegner Europas – doch nach diesem Abend glauben die Münchnerinnen fest daran, dass auch die Besten zu stoppen sind.

Die Zahlen sprechen für sich: Bayern erzielte in dieser Saison bereits 27 Tore in der Königsklasse, acht mehr als vorjahresgleich. Und Harder? Sie steht bei sechs Scorerpunkten in den letzten drei Partien. Wer so aufläuft, darf träumen – ganz gleich, wer am anderen Ende der Europa-Kette wartet.