Hannes steinbach: vom hinterhof zum nba-traum!
- Ein ungleicher trainingspartner mit großer wirkung
- Drei deutsche talente im rennen um millionen-verträge
- Schnelllebig und beeindruckend: steinbachs karriere im turbo-modus
- Experten schätzen steinbach als top-pick ein
- Hohe ziele und die tradition würzburgs
- Anderson: der nachfolger von schröder?
- Kayil: berliner abschied mit dem meistertitel?
Der Traum vom großen Wurf scheint für Hannes Steinbach (20) Realität zu werden. Der junge Basketballer, der einst zusammen mit Dirk Nowitzki im Hinterhof Bälle warf, steht kurz vor dem Sprung in die NBA. Ein unglaublicher Karriereweg, der ihn von Würzburg bis in die nordamerikanische Profiliga führen könnte.
Ein ungleicher trainingspartner mit großer wirkung
Die Geschichte beginnt mit einem Zufall: Steinbachs Vater, Burkhard Steinbach, war einst Teamkollege des späteren NBA-Superstars Dirk Nowitzki bei den Würzburg Baskets. Eine Freundschaft, die bis heute besteht – trotz eines Trainingsunfalls, bei dem Nowitzki dem jungen Hannes versehentlich einen Zahn ausgeschlagen hat. Humorvoll blickt Steinbach auf diese Episode zurück, die jedoch auch zeigt, wie nah ihm die Figur Nowitzki ist und welchen Einfluss er auf seine basketballerische Entwicklung hatte.

Drei deutsche talente im rennen um millionen-verträge
Neben Jack Kayil und Christian Anderson junior zählt Steinbach zu den drei deutschen Basketballern, die sich für den NBA-Draft nächste Woche angemeldet haben. In Brooklyn wappnen sich die Spieler für ein Duell, bei dem es um Millionen-Verträge geht. Je höher man im Draft platziert wird, desto mehr Geld winkt. Der erste Pick kann sich auf einen Vierjahresvertrag im Wert von schätzungsweise 60 Millionen Euro freuen. Selbst der 30. Pick erhält noch eine solide Summe von 13,4 Millionen Euro für vier Jahre.

Schnelllebig und beeindruckend: steinbachs karriere im turbo-modus
Steinbachs Karriere verläuft wie im Schnelldurchlauf. Nach einer Saison in der BBL für Würzburg wechselte er in die NCAA zu den Washington Huskies, wo er mit durchschnittlich 18,5 Punkten und 11,8 Rebounds pro Spiel für Furore sorgte. Acht NBA-Klubs haben ihn bereits im Probetraining unter die Lupe genommen. “Es ist stressig, von Team zu Team zu fliegen, aber die NBA ist mein großer Traum”, gesteht Steinbach.

Experten schätzen steinbach als top-pick ein
Experten schätzen Steinbach momentan auf Platz 15 im Draft ein, was ihm einen Vierjahresvertrag über 21,44 Millionen Euro einbringen würde. “Welches Team mich am Ende pickt, ist mir egal. Hauptsache, ich habe ein gutes Umfeld und die Möglichkeit, viel zu spielen”, so Steinbach. Ein Treffen mit Nowitzki in Los Angeles, der dort als TV-Experte für Prime arbeitet, gab ihm zusätzlich Auftrieb. “Wir haben ein bisschen gequatscht”, berichtet Steinbach.

Hohe ziele und die tradition würzburgs
Steinbachs Ziele sind ambitioniert: Meisterschaft, All-Star-Status und eine tragende Rolle in der Nationalmannschaft. Alles Ziele, die ihm Dirk Nowitzki vorgelebt hat. Er würde in eine stolze Tradition eintreten, denn nach Nowitzki und Maxi Kleber wäre er der dritte Würzburger, der es in die NBA schafft. Die Basketballszene in Würzburg atmet auf.

Anderson: der nachfolger von schröder?
Auch Christian Anderson junior, ein „Combo-Guard“, der für Texas Tech 18,5 Punkte pro Partie erzielte und 7,4 Assists verteilte, steht im Rampenlicht. Dennis Schröder, Kapitän der Nationalmannschaft, sieht in ihm seinen potenziellen Nachfolger und wird von seiner Agentur „Golden Circle“ vertreten. Allerdings wurde bei einem Combine-Training ein überraschender Fakt ans Licht gebracht: Anderson ist nur 1,85 Meter groß – sechs Zentimeter weniger als zuvor angegeben. Ein Detail, das einige Teams möglicherweise abschrecken könnte. Seine Armspannweite und Sprungkraft gleichen dies jedoch weitgehend aus.
Kayil: berliner abschied mit dem meistertitel?
Spielmacher Jack Kayil steht mit Alba Berlin im BBL-Finale gegen Bayern München. “Ich möchte mich mit dem Meistertitel aus Berlin verabschieden”, erklärt der geborene Berliner. Die Verpflichtung in der BBL verhinderte zwar Probetrainings bei NBA-Teams, doch das Feedback war positiv. Er hat sich für den Draft angemeldet und setzt alles auf eine Karte. Es bleibt abzuwarten, ob Kayil einen der begehrten Plätze ergattert. Seine Entscheidung, all-in zu gehen, unterstreicht sein Vertrauen in seine Fähigkeiten.
Die nächste Woche wird entscheidend sein. Ob Steinbach, Anderson oder Kayil ihren Traum von der NBA erfüllen können, wird sich zeigen. Ein deutscher Basketball-Frühling steht bevor.
