Handball-damen: em-quali vor dem abschluss – neuzugänge dürfen testen!
Großwallstadt – Die deutsche Handball-Nationalmannschaft der Frauen steht kurz vor dem endgültigen Triumph in der EM-Qualifikation und reist ohne nennenswerten Druck, dafür aber mit enormer Begeisterung nach Nordmazedonien und Belgien. Kapitänin Antje Döll versprach „keine Spannung“, während Bundestrainer Markus Gaugisch die Chance nutzt, frische Kräfte im Blick zu haben.

Neue gesichter, neue chancen
„Ich bin mit viel Vorfreude angereist“, erklärte Döll bei einem Medientermin in Großwallstadt. Die Anwesenheit zahlreicher neuer Spielerinnen verspricht interessante Dynamiken in den verbleibenden Partien. Am Mittwoch (18.00 Uhr) geht es in Skopje gegen Nordmazedonien, gefolgt von einem Heimspiel gegen Belgien am Sonntag (ebenfalls 18.00 Uhr). Die Vize-Weltmeisterinnen sind bereits als Gruppenerste für die EM in Polen, Rumänien, Tschechien, der Slowakei und der Türkei (3. bis 20. Dezember) qualifiziert. Es geht in erster Linie darum, Erfahrungen zu sammeln und das Team weiter zu entwickeln.
Bundestrainer Gaugisch sieht in den beiden Spielen eine „schöne Herausforderung“ und will gezielt junge Spielerinnen in das A-Team integrieren. Drei Debütantinnen dürfen dabei besonders auf sich aufmerksam machen: Chiara Rohr und Jana Walther (beide Außen) sowie Kreisläuferin Aylin Bornhardt, die im vergangenen Sommer gemeinsam mit ihren Teamkolleginnen die Goldmedaille bei der U19-Europameisterschaft gewannen. Die Abwehrchefin, Aimée von Pereira, betonte: „Ich hoffe, dass jeder mit voller Energie reingeht.“
Bemerkenswert ist, dass etablierte Kräfte wie die Rückraumspielerinnen Emily Vogel und Xenia Smits sowie Torhüterin Katharina Filter vorerst fehlen. Vogel stößt erst zum zweiten Spiel hinzu. Dieser Umstand ermöglicht es Gaugisch, Experimente durchzuführen und das Potenzial der Nachwuchsspielerinnen zu evaluieren. „Es wird das ein oder andere Abstimmungsproblem geben, aber wir werden uns weiterentwickeln“, prognostiziert der DHB-Coach.
Die Auslosung der EM-Gruppen findet nach Abschluss der Qualifikationsspiele am 16. April in Kattowitz statt. Die Spannung mag zwar gering sein, doch die Vorfreude auf die EM-Endrunde ist bereits spürbar. Die jungen Spielerinnen haben die Chance, sich zu beweisen und ihren Beitrag zum Erfolg der Nationalmannschaft zu leisten. Ein spannender Abschnitt für den deutschen Handball wartet.
