Gwinn-schock beim wm-quali-sieg: deutschland bezwingt österreich!
Nürnberg tobte, aber der Jubel hallte mit einem Fragezeichen wider. Deutschland sicherte sich gestern Abend einen wichtigen Sieg im WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich, doch die frühe Verletzung der Kapitänin, Giulia Gwinn, warf einen Schatten auf den 5:1-Erfolg. Ein Sieg, der zeigt, dass das DFB-Team auf dem richtigen Weg ist, aber auch die Fragilität eines Leistungsträgers verdeutlicht.

Ein bitterer moment für die deutsche abwehr
Schon in der 10. Minute zeigte Nicole Anyomi ihre Torinstinkte und brachte die deutsche Mannschaft in Führung. Doch das Spiel wurde von einem Schreckmoment überschattet: Giulia Gwinn, eine Schlüsselfigur in der deutschen Abwehr, verletzte sich nach einem Zweikampf an der Schulter und musste in der 33. Minute ausgewechselt werden. Ein herber Rückschlag für Bundestrainer Christian Wück, der bereits die zweite schwere Verletzung seiner Leistungsträgerin in kurzer Zeit verkraften musste. Die Sorge um Gwinn ist groß, denn ihre Erfahrung und ihr Können sind für das Team von unschätzbarem Wert.
Aber die deutsche Mannschaft ließ sich nicht entmutigen. Vivien Endemann erhöhte den Spielstand in der 52. Minute, bevor Sarah Puntigam unglücklicherweise für die gegnerische Mannschaft ein Eigentor erzielte. Jule Brand, mit zwei weiteren Treffern, und Lea Schüller, die nach ihrer Einwechslung direkt traf, rundeten den klaren Sieg ab. Die Offensive des DFB-Teams präsentierte sich in Topform und zeigte, dass auch ohne Gwinn genügend Qualität vorhanden ist.
Die Tabelle deutet auf eine komfortable Führung hin, aber die kommende Partie gegen Österreich in Ried am Samstag wird eine interessante Standortbestimmung. Kann das Team ohne seine Kapitänin die Dominanz aus dem Heimspiel wiederholen? Die Antwort wird zeigen, wie robust das deutsche Team wirklich ist. Ein Sieg dort würde den Weg zur Weltmeisterschaft 2027 in Brasilien weiter ebnen, während eine Niederlage Zweifel aufkommen lassen würde.
Die Verabschiedung von Rio-Olympiasiegerin Sara Däbritz, die im Oktober ihre Karriere beendete, wurde von einem dynamischen Spielgeschehen überlagert. Wücks taktische Anpassungen, insbesondere die frühzeitige Einwechslung von Schüller, zeigten, dass der Trainer bereit ist, flexibel auf unerwartete Ereignisse zu reagieren. Die Leistung der jungen Spielerinnen, insbesondere von Anyomi und Brand, ist ein Grund zur Hoffnung für die Zukunft des deutschen Frauenteams.
Die Fans in Nürnberg zeigten ihre Unterstützung, auch in schwierigen Momenten. Der Jubel nach jedem Tor war Ausdruck der Leidenschaft für den deutschen Fußball. Doch der Schatten der Verletzung von Giulia Gwinn bleibt bestehen. Ihre Genesung wird entscheidend sein für den weiteren Verlauf der WM-Qualifikation und für die Zukunft des deutschen Frauenteams. Die kommenden Tage werden zeigen, wie schnell Gwinn wieder auf das Feld zurückkehren kann.
