Güler schockt elche mit 65-meter-kracher – real bleibt dran
Arda Güler schoss, die Westkurve hielt den Atem an – und dann knallte der Ball unter der Tribüne ein. 65 Meter, kein Halt, kein Abpraller, nur pure Wucht. Mit diesem Traumtor besiegelte der Türke den 4:1-Kantersieg von Real Madrid gegen den Abstiegskandidaten FC Elche und sorgte für den Moment, den selbst die Königlichen schon seit Wochen ersehnten: unverfälschte Euphorie.
Ein blick, ein schlag, ein statement
Güler eroberte den Ball in der eigenen Hälfte, sah Keeper Matías Dituro außer Position und ließ sofort das Beisspiel folgen. Die Kugel segelte in einem Bogen, der keinen Millimeter nach links oder rechts wich, und senkte sich hinter der verschreckten Torlinie ein. „Alle haben sich die Hände vor den Kopf gehalten“, sagte Coach Álvaro Arbeloa, selbst noch Spieler, jetugierend aber schon Sprachrohr des Klubs. „Allein für dieses Tor lohnt sich die Eintrittskarte.“
Für den 20-Jährigen war es kein Glückstreffer. Schon gegen Osasuna hatte er die Latte geknallt, nun also die Vollendung. „Ich habe gesehen, dass der Torwart weit vor seinem Kasten stand, und habe die Chance ergriffen“, erklärte Güler nüchtern, als hätte er gerade nur den Rasen umgebuddelt. Sein Mitspieler Brahim Díaz lachte beim Vereinsfernsehen: „Er hat es endlich drin – was für ein Tor!“

Tabellenkalkulation und ausblick
Mit dem Sieg hält Real Madrid den Druck auf Spitzenreiter FC Barcelona hoch. Die Katalanen dürfen am Wochenende nicht schludern, sonst ist die Liga wieder offen. Den Führungstreffer hatte vor Gülers Show Antonio Rüdiger erzielt, ehe Vinícius Júnior und Rodrygo nachlegten. Die Tore fielen, die Bank jubelte, der Gegner zerbrach. Elche bleibt Letzter und rutscht näher an die Segunda División.
Am Dienstag (21.00 Uhr/DAZN) geht es für Madrid nach Manchester. Mit dem 3:0 im Rücken liegt das Viertelfinale der Champions League nah, doch Pep Guardiola wartet. Sollte der Titelverteidiger fallen, droht ein Halbfinale gegen den FC Bayern, der Atalanta mit 6:1 demolieret hat. Die Münchner sind in Feierlaune, Real in Siegesstimmung – und Güler hat seinen Namen erstmals in Großbuchstaben auf die Markeña gemalt. Die Saison wird heiß, der Ball flog gestern schon mal Feuer.
