Guirassy lässt brandts unterhosen-rede durchs netz – bvb-sturm im snap-chaos

Die Kabine war heiß, die Trikots noch voller Grashalme, da sprach Julian Brandt. Und sprach. Und sprach. Seine „Unterhosen-Rede“ nach dem 3:1 in Pelkum sollte intern bleiben. Sekunden später war sie auf Snapchat, kurz darauf gelöscht – doch Reif ist live zog sie sich trotzdem rein. Dafür sorgte Serhou Guirassy, der den Clip leakte, obwohl Brandt gerade sein Shirt über dem Kopf hatte und nur noch in der schwarz-gelben Unterwäste zu sehen war.

Warum guirassy den clip postete und sofort löschte

Guirassy behauptet, es sei ein Versehen gewesen. Die Realität: Er filmte heimlich, tippte „Für die Jungs“ bei Snapchat, schickte – und bemerkte dann, dass auch 30.000 Fans außerhalb der Kabine mitbekommen, wie Brandt die Mannschaft aufforderte, „jetzt richtig Ar* zu zeigen“. Die Löschfunktion kam zu spät, die Aufnahme war schon in den Gruppen-WhatsApps von Ultras, Sponsoren und zwei TV-Redaktionen.

Die Szene selbst ist emotionaler als jede Pressekonferenz. Brandt schreit sich heiser, stolpert über eine Flasche, fällt einem Physio fast in die Bandage. Dazwischen fliegt ein Schuh, irgendwer ruft „Scheiß auf die Statistik!“. Es ist Fußball-Rohkost, genau das, was Vereins-PR sonst filtern würde.

Was der bvb jetzt intern regelt

Was der bvb jetzt intern regelt

Trainer Nuri Sahin reagierte am Dienstag um 08:14 Uhr mit einer sofortigen Handy-Sperre für alle Spieler in der Kabine. Wer ab sofort filmen will, muss die Presseabteilung anrufen – und bekommt dafür ein offizielles Stativ. Sportdirektor Sebastian Kehl kündigte Bußgelder bis 25.000 Euro an, wenn Inhalte künftig außerhalb der Vereins-App landen. Guirassy wird zur Kasse gebeten, muss aber nicht mit einer Sperre rechnen, weil seine Tore gerade wichtiger sind als seine Filterblase.

Die Fans jubeln trotzdem: Auf YouTube ist die Rede inzwischen mit 1,7 Millionen Aufrufen Trending Nummer eins. Die Kommentare schwanken zwischen „Endlich mal ehrlich!“ und „Wer guckt hier noch seine eigene Unterwäsche?“. Die Liga schaltet sich nicht ein, weil keine Beleidigung im Spiel ist – nur ein Stürmer, der versehentlich den Kapitän zur Internet-Meme macht.

Brandt selbst nimmt’s mit Galgenhumor: „Ich wollte nur die Jugs motivieren, nicht meine Boxershorts promoten.“ Die haben jetzt aber trotzdem Klarnamen-Bekanntheit. Hersteller „Puma“ lieferte am Morgen nach, schickte 200 neue Exemplare – mit Brandts Unterschrift und dem Motto „Gib alles, auch wenn du nichts anhast.“ Werbung kann nicht erfunden sein.

Für Pelkum bleibt die Erkenntnis: Wenn du in der Kabine redest, zieh lieber zwei Mal über – oder lass das Handy draußen. Die Niederlage war vergessen, die Rede bleibt. Und Guirassy? Der schoss am Wochenende wieder doppelt, als gäbe es kein Morgen. Weil er weiß: Tore löschen alle Snapchats.