Guirassy findet zurück zur topform: umstellung bringt tore für den bvb
- Guirassys frust und das gespräch mit ricken
- Demonstrative versöhnungsgeste
- Die taktische anweisung: fokus auf den strafraum
- Verschiebung des aktionsradius: mehr präsenz im strafraum
- Erfolgreiche umstellung: sechs tore in sechs spielen
- Zukunft offen: gespräch über die langfristige perspektive
- Guirassys entwicklung im überblick
Guirassys frust und das gespräch mit ricken
Es dauerte einige Zeit, bis die Worte Wirkung zeigten. Der Moment, als Serhou Guirassy (29) Ende November beim Spiel in Leverkusen (2:1) nach etwa einer Stunde ausgewechselt wurde und Trainer Niko Kovac (54) den Handschlag verweigerte, war ein Zeichen des Frusts. Für die Vereinsbosse von Borussia Dortmund war dies jedoch nicht akzeptabel. Sport-Geschäftsführer Lars Ricken (49) suchte daraufhin das Gespräch mit Guirassy in der Kabine am Trainingsgelände in Dortmund-Brackel. Ricken hielt eine Ansprache über Werte und die erwartete Haltung eines Profisportlers – mit unübersehbarem Blick auf Guirassy. Dieser Schritt markierte einen ersten, kleinen Schritt aus der Krise.
Demonstrative versöhnungsgeste
In den folgenden Wochen suchte Guirassy nach vorzeitigen Auswechslungen fast demonstrativ den Kontakt zu Kovac. Ein deutliches Zeichen, dass er die Botschaft verstanden hatte. Trotzdem blieben die Tore, die normalerweise zu Guirassys Stärken gehören, zunächst aus. Zwischen dem vierten und 16. Spieltag erzielte der ehemalige Stuttgarter lediglich einen Treffer. Dies veranlasste die Vereinsführung zu weiteren Maßnahmen.
Die taktische anweisung: fokus auf den strafraum
Vor einigen Wochen erhielt Guirassy die Anweisung, seinen Spielstil anzupassen. Diese Absprache zwischen Kovac und Sportdirektor Sebastian Kehl (46) hatte eine klare Zielsetzung: Guirassy sollte sich weniger ins Mittelfeld zurückziehen und stattdessen deutlich mehr Zeit in Strafraumnähe verbringen. Und tatsächlich setzte Guirassy diese Vorgabe um. In den letzten sechs Ligaspielen hat sich sein Aktionsradius verändert.
Verschiebung des aktionsradius: mehr präsenz im strafraum
Während er in der ersten Saisonhälfte oft auf der linken Offensivseite unterwegs war, weit entfernt vom gegnerischen Strafraum, konzentriert sich sein Spiel nun deutlich stärker auf die zentrale Sturmspitze. Selbst im “Fünfer” hält er sich nun häufiger auf. Auf den Flügeln oder im Mittelfeld ist er deutlich seltener zu finden. Diese Umstellung passt zu seinen Stärken: Alle zehn Bundesliga-Tore in dieser Saison (plus ein Elfmeter-Tor) erzielte er innerhalb des gegnerischen Strafraums.
Erfolgreiche umstellung: sechs tore in sechs spielen
Die Umstellung zeigt Wirkung. In den letzten sechs Ligaspielen traf Guirassy sechsmal, davon fünfmal in den letzten drei Spielen. Pünktlich zu den Spitzenspielen gegen Leipzig und Bayern ist der Stürmer wieder in Topform. Er selbst trug ebenfalls zur Leistungssteigerung bei, indem er die Physiotherapeuten häufig aufsuchte, um seine Regeneration zu verbessern – mit dem Ziel, Titel mit dem BVB zu gewinnen.
Zukunft offen: gespräch über die langfristige perspektive
Ob Guirassy diesen Traum bis zum Ende seines Vertrags im Jahr 2028 in Dortmund verwirklichen wird, ist jedoch noch offen. Nach der Saison plant er, laut Informationen von Sport BILD, ein Gespräch mit dem Verein über seine persönliche Zukunft zu führen. Die Frage, ob er weiterhin Teil der Dortmunder Offensive sein wird, bleibt somit spannend.
Guirassys entwicklung im überblick
- November 2023: Verweigerte Kovac den Handschlag nach Auswechslung.
- Dezember 2023/Januar 2024: Gespräche mit Ricken über die Erwartungshaltung.
- Januar/Februar 2024: Taktische Anweisung zur Fokussierung auf den Strafraum.
- Aktuell: Sechs Tore in den letzten sechs Ligaspielen.
