Guardiola blufft nach 0:3-watschen: „gar nicht so schlecht“
0:3 im Bernabéu, Real Madrid tanzt auf ManCitys Rücken – und Pep Guardiola lacht. „Ich habe das Gefühl, dass es gar nicht so schlecht war“, sagt er, während die Statistik seinen Horror gegen die Königlichen auf 6 Pleiten erhöht. Die englische Presse spricht von „katastrophalen 45 Minuten“, er spricht von „hart, aber machbar“. Ein Trainer, der sich selbst belügt?
Valverdes hattrick nagelt city an die wand
Federico Valverde trifft dreimal, zweimal per Volley, einmal mit dem Außenrist. 180 Sekunden reichen Real, um das Spiel zu killen: 12., 15., 18. Minute. Guardiola stellt vier Stürmer auf – und kassiert das höchste Achtelfinal-Debakel seiner Amtszeit. Gianluigi Donnarumma patzt beim 0:1, rettet später den Ehrenpunkt gegen Vinícius’ verschossenen Elfmeter. Ironie des Abends: Der Gefoulte schießt den Gefoulten an, der Gefoulte hält. Zahlen sprechen klarer als Pep: 0,53 xG für City, 2,94 für Real.

Die rekord-pleite, die niemandem wehtut
Es ist Guardiolas dritte 0:3-Klatsche im Champions-League-K.-o.-Spiel – keine andere Niederlage hat er öfter kassiert. 2015 in Barcelona, 2018 in Liverpool, 2026 in Madrid. Die spanische Presse nennt ihn „El Pep de los pesadillas“. Trotzdem quittiert er mit Schulterzucken: „0:3 ist besser als 0:4.“ Die Fans buhen, die Analysten lachen bitter. Denn wer nach so einer Demontage noch Optimismus vortäuscht, verliert zweimal.
Rückspiel? eine formsache mit folgen
Im Etihad braucht City drei Tore nur, um in die Verlängerung zu kommen, vier, um weiterzutreten. Statistisch passiert das alle 47 Jahre. Guardiola weiß das, deshalb auch sein Geständnis: „Die Chancen sind nicht besonders groß.“ Doch er wird wieder vier Stürmer aufstellen, wieder das Mittelfeld vernachlässigen, wieder auf den Plan setzen, der schon im Bernabéu scheiterte. Denn wer einmal die Kontrolle verliert, greift zur Show. Und Show ist das Letzte, was ManCity jetzt braucht.
