Grosso setzt auf berardi-offensive: sassuolo gegen bologna mit neuem feuer
Fabio Grosso wirbelt die Startelf durcheinander. Nach der Pleite gegen Lazio stellt der Sassuolo-Trainer für das Heimspiel gegen Bologna (15 Uhr, Mapei Stadium) sein Lieblingsformat wieder auf: 4-3-3, aber mit frischem Blut.
Muric übernimmt den kasten, berardi zieht die fäden
Der österreichische Nationaltorhüter Muric ersetzt Consigli, der nach zwei Schnapslastern gegen Atalanta und Lazio zunächst auf der Bank landet. Vor ihm bilden die Neuzugänge Walukiewicz und Muharemovic mit Idzes und Garcia eine neue Viererkette – durchschnittliches Alter: 23,5 Jahre. Grossos Kalkül: Schnelligkeit statt Erfahrung.
Im Mittelfeld setzt der Coach auf die körperbetonte Achse Thorstvedt–Matic–Konè. Der norwegische Jungstar Thorstvedt soll Moro & Sohm die Räume verwürfeln und sofort nach Ballverlust zuschlagen. Die Idee dahinter: Bologna aus der gewohnten Dreierkette drängen, bevor Orsolini und Odgaard ihre Diagonalen einsetzen können.
Die Entscheidung, Berardi, Pinamonti und Laurienté gemeinsam auflaufen zu lassen, ist Programm. Berardi lieferte in den letzten fünf Duellen mit den Rossoblù drei Torvorlagen – kein Mitspieler traf sein Team häufiger. „Wenn Domenico in Form ist, verändert er ein ganzes Spiel“, sagte Grosso gestern noch. Heute muss es passieren.

Italiano antwortet mit dallinga-spitze und bewährter abwehr
Vincenzo Italiano, frisch vom 1:1 gegen Rom in der Europa League, vertraut der bewährten 4-2-3-1-Formation. Skorupski bleibt die Konstante zwischen den Pfosten, vor ihm verteidigt De Silvestri auf seiner Lieblingsposition rechts. Vitik und Lucumì bilden das Zentrum, Miranda rückt links ein – ein Bollwerk mit 1,88 m Durchschnittsgröße.
Die Doppelsechs Sohm–Moro liefert seit fünf Pflichtspielen ohne Niederlage Stabilität. Moro gewann 56 % seiner Zweikämpfe – Bestwert im Kader. Davor agieren Orsolini, Odgaard und Cambiaghi als flexible Dreierreihe. Orsolini erzielte in seinen letzten vier Ligaspielen drei Treffer, davon zwei per Volley. Die Spitze bildet Dallinga, der seine erste Startelf-Chance nach dem Siegtreffer gegen Empoli erhält.
Die Zahlen sprechen für Bologna: Seit sieben Partien ungeschlagen, drei Auswärtssiege in Folge. Sassuolo dagegen wartet seit fünf Spielen auf einen Dreier – der Druck sitzt im Neckarverband.

Die aufstellungen im überblick
Sassuolo: Muric – Walukiewicz, Muharemovic, Idzes, Garcia – Thorstvedt, Matic, Konè – Berardi, Pinamonti, Laurienté.
Bologna: Skorupski – De Silvestri, Vitik, Lucumì, Miranda – Sohm, Moro – Orsolini, Odgaard, Cambiaghi – Dallinga.
15 Uhr, Mapei Stadium – wer hier nicht gewinnt, verpasst den Anschluss an das internationale Geschäft. Für Grosso ist es die letzte Patrone, für Italiano der nächste Schritt Richtung Europa. Das Spiel beginnt, die Rechnung liegt offen.
