Griezmann schlägt zurück: atletico trotzt barça und steht im pokalfinale

0:3 in Barcelona, aber trotzdem jubeln: Antoine Griezmann und Atletico Madrid haben sich durchs Finale gequält. Das 4:0 aus dem Hinspiel rettete die Rojiblancos ins Endspiel der Copa del Rey – und bescherte dem Franzosen eine perfekte Revanche.

Griezmanns antwort kommt mit verspätung, aber umso härter

Es war März 2025, als Barças Social-Media-Team ein Foto postete: Griezmann, geknickt, während die Katalanen hinter ihm einen Kreis tanzten. Dazu der Kommentar: „Dieses Foto geht sehr hart.“ Nun, fast zwei Monate später, schlug Griezmann zurück. Mit dem gleichen Ton, nur lauter. „Ist dieses Foto zu hart?“ fragte er, nachdem er die Bilder vom Camp-Nou-Sieg online stellte. Dabei hatte Barça alles versucht: drei Tore, Druck, Drama. Es reichte nicht.

Die Nacht begann mit einem Paukenschlag. Pedri traf früh, das Camp Nou kochte. Atletico wirkte verloren, die Abwehr wackelte. Doch das 4:0 aus dem Hinspiel war wie ein Betonfundament – selbst als Joao Felix das 2:0 und spät Gavi das 3:0 nachlegten, blieb die Luft draussen. Barcelona schrammte am Wunder vorbei, Atletico am Kollaps.

Simeone schickt eine botschaft – und koke spricht vom schönsten 0:3 seines lebens

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Die Stimmen nach dem Spiel sagten mehr als jedes Kommentar. Diego Simeone, sonst so kontrolliert, klang fast weich: „Er hat es mehr als jeder andere verdient.“ Gemeint war Griezmann. Der Trainer wusste: Ohne den Franzosen wäre Atletico längst raus. Dreimal traf er in dieser Pokalsaison, zweimal legte er auf – und immer, wenn es brannte, war er da.

Koke, der Kapitän, pflichtete bei: „Das ist die schönste Niederlage meines Lebens.“ Ein Satz, der in die Geschichte eingehen wird. Denn trotz des 0:3 hatte Atletico nie wirklich gezittert. Die junge Barça-Generation um Pedri, Gavi und Lamine Yamal zeigte, warum sie als Zukunft Europas gehandelt wird. Aber sie trafen auf eine Mannschaft, die sich auf ihr Ergebnis verlassen konnte – und auf einen Griezmann, der seine alten Herren nun zweimal bluten liess.

Die Rache ist noch nicht komplett. In vier Wochen treffen beide Teams in La Liga wieder aufeinander. Und wer weiss: Vielleicht folgt im Viertelfinale der Champions League das nächste Kapitel. Griezmann wird bleiben, zumindest für dieses Jahr. Die MLS ruft, aber Atletico blockt. Vertrag bis 2027, sagt Manager Mateu Alemany. Und Simeone? Der will seinen Schlachtenbummler im Finale sehen. „Was kann ich noch hinzufügen?“ fragt er. Nichts. Das Foto spricht für sich.