Graziani: fiorentina bereit für londoner kräftemessen – zweifel an trainer?

Florenz bangt vor dem Europa-League-Duell gegen Crystal Palace, doch Ex-Stürmer Ciccio Graziani sendet trotz Kean-Fehlens ein klares Signal: Die Viola ist bereit. In einer Radio-Bruno-Sendung analysierte der frühere Angreifer die Lage und äußerte sich auch zur möglichen Zukunftstrainer-Situation.

Kean-ausfall als herausforderung, nicht als drama

Das Ausfall von Kean ist zweifellos ein herber Verlust für die Fiorentina. Graziani lässt keinen Zweifel daran, dass der Angreifer die wichtigste Kraft im Sturmzentrum darstellt. „Kean ist ein Problem, da müssen wir nicht drumherumreden“, so Graziani. Doch er mahnt zur Ruhe und betont das Potenzial von Piccoli: „Es gibt Piccoli, und wir müssen mit ihm den richtigen Riecher finden.“ Die Mannschaft dürfe nicht den Kopf in den Sand stecken, sondern die Chance nutzen, sich neu zu formen.

Körperliche unterschiede und die europäische erfahrung

Körperliche unterschiede und die europäische erfahrung

Auch wenn Graziani die körperlichen Vorteile der Londoner nicht leugnet, sieht er die Fiorentina nicht chancenlos. „Es könnte ein Unterschied in der Physis oder der Intensität geben, aber ich fürchte mich nicht vor dem Tempo der Engländer“, betonte er. Die Fiorentina habe in den letzten Jahren bewiesen, dass sie zu den europäischen Spitzenklubs gehören: „In drei Jahren haben wir zwei Endspiele und eine Halbfinal-Teilnahme erreicht – wir haben auch etwas erreicht.“

Selbstvertrauen und die frage nach der trainerwahl

Selbstvertrauen und die frage nach der trainerwahl

Die Stimmung in Florenz ist gut. Die Viola hat Selbstvertrauen zurückgewonnen und steht aktuell besser da als in den Wochen zuvor. „Wir befinden uns in einem exzellenten Moment, haben unser Selbstvertrauen zurückgewonnen und endlich lächelt uns auch die Tabelle zu“, erklärte Graziani. Doch die Frage nach der Zukunft des Trainers steht im Raum. Paratici müsse nun prüfen, ob der aktuelle Coach langfristig tragfähig ist. „Wenn er nicht der richtige Mann für die nächsten zwei oder drei Jahre ist, muss man ihm am Ende der Saison danken und einen neuen Weg einschlagen.“ Die Leistung gegen Inter, bei der die Fiorentina den Gegner dominierte, zeige jedoch das Potential der Mannschaft.

Die Partie gegen Verona sei eine Ausnahme gewesen, geprägt von dem enormen Druck, unbedingt gewinnen zu müssen. Ob diese Belastung die Mannschaft negativ beeinflusst hat, bleibt abzuwarten. Graziani sieht die Fiorentina dennoch als Favorit im Duell gegen Crystal Palace und glaubt an eine erfolgreicheZukunft, sofern die richtigen Entscheidungen getroffen werden.