Gräfe kritisiert var-eingriff: bayern verliert trotz top-schiedsrichter!
Ein Schock für die Bayern-Fans: Manuel Gräfe, ehemaliger Bundesliga-Schiedsrichter, äußerte sich harsch zu der Entscheidung im Halbfinal-Hinspiel der Champions League gegen Paris Saint-Germain. Bayern verlor das Spiel mit 4:5, und Gräfe sieht einen entscheidenden Fehler im VAR-Eingriff.

Die leistung von sandro schärer – fast tadellos
Zunächst lobte der Experte Sandro Schärer, den Schiedsrichter aus der Schweiz, für seine Gesamtleistung. „Er hat im Spiel alles richtig gemacht“, so Gräfe bei Bild. Schärer agierte souverän und schien das Spiel gut im Griff zu haben. Doch dann kam es zum umstrittenen Handspiel von Alphonso Davies kurz vor der Pause, das die Partie komplett veränderte.
Davies’ Arm berührte den Ball aus kurzer Distanz. Schärer ließ zunächst weiterlaufen, doch der Video-Schiedsrichter griff ein und veranlasste die Entscheidung für einen Elfmeter zugunsten von PSG. Hier sieht Gräfe einen gravierenden Fehler.
„Schärer sei eben noch nicht so erfahren“, erklärt Gräfe. „Wenn man in einem solchen Spiel von einem spanischen Schiedsrichterteam rausgeholt wird, weißt du, wo es langgeht. Die gehen von einem klaren Elfmeter aus, sonst würden sie dich nicht rausholen.“ Es sei eine „sehr harte Entscheidung“, so Gräfe, und er weist auf die typisch strenge Regelauslegung spanischer Schiedsrichter hin. Der VAR in dieser Partie war Carlos del Cerro Grande, unterstützt von Guillermo Cuadra Fernandez.
„Das sind die Momente, in denen der VAR ruft, aber dann muss man sich die Bilder wirklich genau ansehen“, betont Gräfe. Er analysiert die Situation im Detail: „Wenn der Ball durch den Arm blockiert oder eine Bewegung zum Ball erfolgt, ist es strafbar – so könnte man es auf den ersten Blick sehen. Aber wenn wir den VAR nutzen, müssen wir genauer hinschauen. Man sieht deutlich, dass der Arm bereits vor der Ballkontakts in einer natürlichen Bewegung nach vorne geht. Erst danach wird die Flanke geschlagen und der Ball abgelenkt.“
Es war eben ein ungünstiger Moment für die Bayern, die so durch eine strittige Entscheidung benachteiligt wurden. Gräfe schließt mit einem Fazit: „Die Schweizer haben nach Urs Meier wieder einen Top-Schiedsrichter. Für ihn war es aber schlichtweg schwer, sich gegen den VAR zu stellen.“ Das Spiel zeigt einmal mehr, wie fragil der Erfolg im Fußball sein kann – und wie ein falscher VAR-Eingriff eine ganze Partie entscheiden kann.
