Göppingen ehrt handball-legende edwin vollmer
Ein Name ist untrennbar mit dem Erfolg des Frisch Auf Göppingen verbunden: Edwin Vollmer. Der Ausnahme-Handballer und -Trainer wurde nun in die Hall of Fame des Vereins aufgenommen, eine verdiente Ehrung für eine Karriere, die den Göppinger Handball geprägt hat wie kaum ein anderer.
Die anfänge einer außergewöhnlichen laufbahn
Vollmers Geschichte beim Frisch Auf begann bereits in der Jugend, wo er unter Heinrich Zeller schnell zu einem der talentiertesten Spieler avancierte. Mit dem Aufstieg in die Aktive Mannschaft in 1953 prägte er die erfolgreiche Ära der 50er Jahre, eine Zeit voller deutscher Meistertitel im Feld- und Hallenhandball. Neun Meistertitel, ein Rekord, der bis heute unübertroffen ist, zeugen von seiner Dominanz auf dem Platz.

Europapokalsieg und die rolle des spielertrainers
Der absolute Höhepunkt seiner Karriere als Spieler war zweifellos der erste Europapokalsieg der Landesmeister im Jahr 1960. Doch Vollmer war nicht nur ein brillanter Spieler; er übernahm 1961 zusätzlich das Amt des Spielertrainers und führte seine Mannschaft bereits im darauffolgenden Jahr zur Titelverteidigung im Europapokal. Eine Leistung, die seine Vielseitigkeit und sein taktisches Geschick unter Beweis stellte.

Von der meisterschaft zur bundesliga-qualifikation
Auch als reiner Trainer blieb Edwin Vollmer eine prägende Figur für Frisch Auf. 1965 gelang ihm der erneute Gewinn der deutschen Meisterschaft im Hallenhandball. Aber die Freude währte nicht lange: die Qualifikation für die neu gegründete Handball-Bundesliga verpasste man knapp. Ein schmerzlicher Rückschlag, der das Ende seiner Trainerlaufbahn markierte.

Mehr als nur titel: vollmers bedeutung für den verein
Edwin Vollmer war mehr als nur ein erfolgreicher Spieler und Trainer; er war eine Identifikationsfigur für Frisch Auf Göppingen. Seine Bilanz von neun deutschen Meistertiteln und zwei Europapokalsiegen ist unerreicht. Auch in der deutschen Nationalmannschaft war er aktiv, bestritt 29 Länderspiele und gewann bei der Weltmeisterschaft 1958 eine Bronzemedaille. Im Schatten von Legenden wie Bernhard Kempa und Horst Singer agierte er stets mit Bescheidenheit und Leidenschaft. Die Präsentationstafel mit seinem Konterfei, die nun einen festen Platz im Foyer der EWS Arena finden wird, ist ein würdiger Ausdruck der Dankbarkeit des Vereins für seine unermüdliche Arbeit und seinen außergewöhnlichen Beitrag zum Erfolg von Frisch Auf Göppingen.
