Gómez: von madrid nach florenz und jetzt strippenzieher bei red bull

Mario Gómez, einst gefeierter Stürmer des FC Bayern München, hat eine überraschende neue Rolle gefunden. Der Angreifer, der in seiner aktiven Zeit stets für Tore sorgte, ist nun im Hintergrund tätig und zieht als technischer Assistent bei Red Bull die Fäden. Eine Karriere, die von verpassten Gelegenheiten und unerwarteten Wendungen geprägt ist.

Der traum vom bernabéu blieb unerfüllt

Schon in seiner Zeit bei Bayern München sorgte Gómez mit seinem Torinstinkt für Furore. Seine Leistungen blieben auch dem spanischen Rekordmeister Real Madrid nicht unbemerkt. 2013 stand er kurz vor einem Wechsel nach Bernabéu, doch ein überraschendes Dementi ließ den Traum platzen. „Ich bin ein großer Real-Madrid-Fan, meine ganze Familie fiebert mit. Ich habe meinem Berater gesagt, ich möchte nur nach Florenz“, erklärte Gómez damals. Carlo Ancelotti, der damalige Trainer der Königlichen, hatte sich vehement für ihn eingesetzt, doch die Verhandlungen scheiterten letztendlich.

Gómez’ Entscheidung, stattdessen in die Serie A zu wechseln, mag zunächst enttäuschend gewirkt haben, doch sie markierte den Beginn eines weiteren Kapitels in seiner Karriere. Nach seinen erfolgreichen Jahren in München folgten Stationen bei Besiktas Istanbul und schließlich beim VfB Stuttgart, wo er seine Laufbahn in einem Aufstiegsjahr beendete.

Neue aufgabe: strategische beratung bei red bull

Neue aufgabe: strategische beratung bei red bull

Doch Gómez hat den Fußball nicht einfach hinter sich gelassen. Stattdessen hat er sich dem Management verschrieben und arbeitet nun im Red Bull-Umfeld als technischer Assistent. Seine Aufgabe umfasst die Beratung und strategische Ausrichtung der verschiedenen Red Bull-Clubs – vom RB Leipzig über die New York Red Bulls bis hin zu Red Bull Bragantino. Ein weitreichendes Verantwortungsfeld, das zeigt, dass Gómez auch abseits des Spielfelds ein wichtiger Faktor sein will.

Seine Zeit bei Bayern war geprägt von zahlreichen Erfolgen, darunter der Gewinn der Champions League. Doch es waren nicht nur die Titel, die ihn auszeichneten. Gómez war ein Torjäger par excellence, der mit sechs Auszeichnungen als Torschützenkönig seine Klasse unter Beweis stellte. Allein in der Saison 2010/2011 traf er 28 Mal in der Bundesliga – eine beeindruckende Leistung, die ihn zu einem der gefürchtetsten Stürmer der Liga machte.

Selbst nach seiner aktiven Karriere scheint Gómez’ Verbindung zum Fußball unzerbrechlich. Sein aktueller Posten bei Red Bull ist der Beweis dafür, dass er den Sport nicht nur liebt, sondern auch versteht. Und wer weiß, vielleicht wird er eines Tages sogar selbst wieder an der Seitenlinie stehen und eine neue Generation von Fußballern inspirieren.