Masters 2026: legenden fehlen – wer krallt sich den grünen mantel?
Augusta National, 2026 – Ein Schock für die Golfwelt: Zum ersten Mal seit 1994 werden weder Tiger Woods noch Phil Mickelson bei den Masters dabei sein. Das Fehlen der beiden Ausnahmespieler, die das Turnier über Jahrzehnte prägten, wirft einen langen Schatten auf das prestigeträchtigste Golfturnier der Welt.

Ein turnier ohne ikonen: die ära woods und mickelson geht zu ende
Die „Tiger Slam“-Feierlichkeiten zum 25. Jahrestag des historischen Sieges von Tiger Woods im Jahr 2001 fallen damit aus. Ein bittersüßer Moment für die Fans, die die Dominanz dieser beiden Legenden vermissen werden. Die Frage, wer nun die Lücke füllen kann, ist ebenso spannend wie offen.
Scottie Scheffler, aktuell die Nummer 1 der Welt, gilt zwar als einer der Top-Favoriten. Doch seine jüngsten Leistungen lassen zu wünschen übrig. Nach dem Sieg beim American Express in den letzten sechs Wochen schaffte es Scheffler nicht, in die Top 10 zu gelangen. Trotzdem muss er bei den Buchmachern ganz oben stehen.
Rory McIlroy, die Nummer 2 der Weltrangliste, könnte ebenfalls ein ernstzunehmender Anwärter sein. Allerdings hat seit Tiger Woods’ Siegen 2001 und 2002 kein Spieler das Masters direkt zweimal in Folge gewonnen. Sein einziges Turniererfolg in den letzten Wochen war der Open de Irlanda – ein Erfolg, der seine Chancen in Augusta etwas trübt.
Cameron Young und Sam Burns steigen als Geheimtipps ins Rennen ein. Young gewann The Players und zeigte auch beim Arnold Palmer und Genesis starke Leistungen. Seine Position in der Weltrangliste spiegelt seinen Aufwärtstrend wider. Ludvig Aberg, der schwedische Nachwuchsspieler, der in seinen ersten beiden Auftritten in Augusta als Zweiter und Siebter auffiel, bildet mit Young eine starke Konstellation.
Auch Jon Rahm und Bryson DeChambeau, die beiden LIV-Stars, sind in Topform. Rahm siegte kürzlich in Hongkong, während DeChambeau in Singapur und Südafrika triumphierte. DeChambeau brauchte fast ein Jahrzehnt, um Augusta National zu verstehen, doch er scheint nun den Dreh raus zu haben – seine Platzierungen in den letzten Jahren beweisen das. Eine Platzierung außerhalb der Top 10 ist kaum zu erwarten.
Erfahrung wird bei diesem Masters eine große Rolle spielen. Spieler wie Xander Schauffele und Tommy Fleetwood sind Meister des kurzen Spiels und können bei Top-Performance um das Grüne herum durchaus um den Sieg mitspielen. Ihre Präzision und ihr Können am und um den Grün können entscheidend sein.
Die Rivalität zwischen PGA Tour und LIV Golf wirft zudem einen interessanten Schatten auf das Turnier. Die Teilnahme von Rahm und DeChambeau zeigt, dass auch die Stars der abtrünnigen Liga nach Ruhm und Ehre in Augusta streben. Ob sie sich gegen die etablierten Kräfte durchsetzen können, bleibt abzuwarten.
