Gnabry kocht union ab: bayern löscht europapokal-flaute mit show-einlage
4:0 – fertig, fertig, fertig. Vier Tage nach dem 4:1-Spektakel gegen Bergamo schlägt Bayern erneut zu, diesmal gegen Union Berlin. Kein Hänger, kein Europapokal-Kater, nur ein souveräner Tabellenführer, der seine Serie auf 36 Ligaspiele ohne Niederlage ausbaut.
Olise und gnabry erledigen die vorrunde
Michael Olise zieht in der 43. Minute nach innen, schlenzt mit links ins lange Eck. 1:0, seine elfte Liga-Bude – und die erste richtige Prüfung für Union-Keeper Laidlaw. Der Schotte sieht den Ball spät, zu spät. In der Nachspielzeit legt Joshua Kimmich von rechts auf, Serge Gnabry nimmt den Halbvolley mit, trifft ins kurze Eck. 2:0. Dann die Geste: „Let him cook“-Jubel mit imaginärem Schneebesen. Gnabry kocht, das Stadion kocht, Union droht zu verkochen.
Kurz nach Wiederanpfiff erhöht Harry Kane. Konrad Laimer schickt ihn, Kane dreht sich, schiebt flach ein. 3:0. Es ist sein 31. Saisontor – Union hat insgesamt 31 geschossen. Die Statistik schreit, die Liga schweigt. Zehn Treffer fehlen ihm noch auf Lewandowskis Rekord aus 2020/21. Kein Wunder, dass die Münchener Fans nach 48 Minuten schon „Wir wollen zehn!“ skandieren.

Jubel, debüt, doppelpack
Olise zaubert erneut, spielt mit der Hacke quer, Gnabry zieht trocken ab. 4:0, Doppelpack, Matchball. In der 87. Minute kommt Erblin Osmani – 16 Jahre, U17-Kapitän, erster Bundesliga-Auftritt. Trainer Vincent Kompany tauscht ihn für Leon Goretzka ein. Die Südtribüne singt seinen Namen, Osmani grinst, als hätte er gerade das größte Klassenzimmer der Welt betreten.
Bayern bleibt damit auf Titelkurs, Union wartet weiter auf den ersten Sieg seit Februar. Die nächste Woche bringt das Pokalhalbfinale, dann wieder Champions League. Die Maschine läuft, der Koch ist heiß – und die Liga schaut verlegen weg.
