Giro d'italia: vingegaard dominiert, decathlon überrascht, red bull patzt!
Cervia – Jonas Vingegaard hat bei der 9. Etappe des Giro d'Italia einmal mehr seine Klasse demonstriert und seinen zweiten Etappensieg gefeiert. Doch hinter dem dänischen Topfavoriten braut sich etwas zusammen: Decathlon-CMA CGM mischt überraschend mit, während Red Bull-Bora-hansgrohe mit Problemen zu kämpfen hat. Ein Blick auf die wichtigsten Erkenntnisse von heute.
Decathlon fordert visma heraus – gall zeigt biss
Es wäre so einfach gewesen für Visma-Lease a Bike, sich zurückzulehnen und das Rennen den anderen Teams zu überlassen. Doch Decathlon hatte andere Pläne. Mit Felix Gall als Kapitän attackierte das französische Team entschlossen und bot Visma eine überraschend starke Konkurrenz. Gall, der bereits im Blockhaus glänzte, griff 2,5 Kilometer vor dem Ziel an und konnte nur von Vingegaard gestellt werden. Ein klares Signal an die Konkurrenz: Decathlon ist ernst zu nehmen!
„Jonas hat nicht unbedingt den Zwang dazu, mitzuführen“, sagte Gall nach dem Rennen. „Ich habe versucht, ihn mehr oder weniger zu ignorieren, obwohl ich natürlich gehofft habe, dass er mitführt.“ Mit einem Rückstand von nur 34 Sekunden auf Vingegaard beweist Gall, dass er ein ernstzunehmender Anwärter auf einen Podiumsplatz sein könnte.

Red bull-duo in der krise? pellizzari und hindley schwächeln
Während Visma mit drei Fahrern unter den ersten Acht überzeugte und Decathlon mit Gall den zweitbesten Bergfahrer stellte, muss Red Bull-Bora-hansgrohe sich Sorgen machen. Giulio Pellizzari erlebte einen schwarzen Tag und verlor über eine Minute auf Vingegaard. Auch Hindley konnte nicht in die Bresche springen und verlor 50 Sekunden. Rolf Aldag, Eurosport-Experte, äußerte sich besorgt: „Man muss vielleicht die ganze Mannschaft beobachten. Dass beide Kapitäne nicht da sind, macht mich etwas stutzig.“ Der Ruhetag am Montag könnte für das deutsche Team eine Chance zur Regeneration und Analyse sein.

Eulálio beweist: das rosa trikot verleiht flügel
Neben den Duellen um die Tages- und Gesamtwertung gibt es eine weitere spannende Geschichte: Afonso Eulálio im Rosa Trikot. Der Portugiese hat bewiesen, dass er mehr ist als nur ein Platzhalter für die Favoriten. Mit einem starken 5. Platz am Corno alle Scale konnte er sogar Zeit auf Hindley und andere Konkurrenten gewinnen. Wie Jens Voigt in seiner Analyse betonte: „Er steigt langsam auf zu einem ernsthaften Mitbewerber um eine Podiumsplatzierung.“ Die Geschichte von João Almeida aus dem Jahr 2020, der mit dem Rosa Trikot bis auf den vierten Platz vorstürmte, lässt hoffen – könnte sich Eulálio in einem ähnlichen Modus befinden?
Die 9. Etappe des Giro d'Italia hat ein klares Bild gezeichnet: Vingegaard ist der Mann, den man schlagen muss, aber Decathlon und Eulálio zeigen, dass der Kampf um den Sieg noch lange nicht entschieden ist. Und für Red Bull-Bora-hansgrohe gilt es, die Probleme schnell zu beheben, um nicht den Anschluss an die Spitze zu verlieren.
