Eishockey-schock: deb-team am abgrund – schweiz-duell entscheidend!
Zürich – Ein Albtraum für den Deutschen Eishockey-Bund (DEB): Nach dem zweiten katastrophalen Fehlstart in die Weltmeisterschaft droht das vorzeitige Aus. Die 0:2-Pleite gegen Lettland, das Geburtstagskind Lukas Reichel nicht verhinderte, reißt das Team von Bundestrainer Harold Kreis tief in die Krise.
Nur ein tor in zwei spielen: die offensive versiegt
Die Bilanz ist alarmierend: Nur ein Tor in 120 Minuten WM-Zeit. Das ist nicht nur mager, sondern gefährdet die Ambitionen des DEB-Teams, überhaupt das Viertelfinale zu erreichen. Die Hoffnung, dass der nachgereiste NHL-Stürmer Reichel den Knoten löst, zerschlug sich wie ein Luftballon. Er kam zwar an, fand aber keinen Weg vorbei an dem überragenden lettischen Torhüter Kristers Gudlevskis.
Martins Dzierkals (19.) und Rudolfs Balcers (25.) sorgten für die Entscheidung, während die deutsche Auswahl um Kapitän Moritz Seider vor 6000 Zuschauern in Zürich wirkte wie eine verunsicherte Truppe. Die Leckereien im eigenen Aufbau waren gravierend, die Chancenverwertung – insbesondere die vergebene Großchance von Joshua Samanski – katastrophal.

Der nächste gegner: die ungeschlagene schweiz
Schon am Montag (20.20 Uhr/ProSieben und MagentaTV) wartet der nächste Brocken: Die Schweiz, bislang ungeschlagener Tabellenführer. Die „Nati“ reist mit fast Bestbesetzung an, inklusive sechs NHL-Profis wie Roman Josi und Nico Hischier. Dominik Kahun, seit fünf Jahren in der Schweiz aktiv, warnt: „Da sind wirklich alle mit dabei, deshalb sind sie brutal eingespielt. Das ist ihre Stärke.“
Der Vergleich der Personalsituation ist eklatant: Während Lettland mit nur zehn von elf Olympiateilnehmern und einem einzigen NHL-Spieler antrat, stellt die Schweiz eine nahezu perfekte Mischung aus Erfahrung und jungem Talent. Das DEB-Team hingegen muss sich mit einer ersatzgeschwächten Auswahl begnügen.
Das bittere Fazit: Die Abwehr um Leon Hüttl kassierte einen unnötigen Fehler, der zum 0:1 führte, und die Unterzahleinheiten reihten sich aneinander – ein Teufelskreis, der das Team in seinen Bann zieht. Kreis versuchte mit einer zusätzlichen Feldspieler kurz vor dem Ende, das Blatt zu wenden, doch es war bereits zu spät. Die deutsche Mannschaft muss sich fragen, wie sie ihre Offensivkrise überwinden und gegen die Schweizer ihre beste Leistung zeigen will, um überhaupt eine Chance im Kampf um das Viertelfinale zu haben. Die Aufgabe ist monumental.
