Gall fordert vingegaard heraus: red bull-team in schwierigkeiten beim giro!

Der neunte Etappenabschnitt des Giro d'Italia hat gestern eine überraschende Wendung gebracht: Felix Gall griff Jonas Vingegaard im Kampf um den Etappensieg an und hielt überraschend lange mit. Während Vingegaard seinen Status als Topfavorit weiter festigte, kämpft das Team Red Bull-Bora-hansgrohe mit unerwarteten Problemen. Ein Blick auf die wichtigsten Ereignisse.

Décathlon setzt auf gall, visma dominiert weiterhin

Die französische Mannschaft Décathlon hat auf dem Weg von Cervia nach Corno alle Scale alles daran gesetzt, Felix Gall eine realistische Chance auf den Etappensieg zu ermöglichen. Ein mutiger Schachzug, der sich zwar nicht in einen Sieg übersetzte, aber die Entschlossenheit und den Glauben an den österreichischen Fahrer deutlich unterstrich. Vingegaard ließ sich von diesem Druck nicht beeindrucken und sicherte sich seinen zweiten Etappensieg, wobei er einmal mehr die Stärke von Visma demonstrierte – ein Team, das mit drei Fahrern unter den ersten Acht überzeugte.

Doch hinter der Kulisse der Siegesfreude brodelte es beim Team Red Bull-Bora-hansgrohe. Giulio Pellizzari hatte einen rabenschwarzen Tag und verlor fast zwei Minuten auf Vingegaard. Ein herber Rückschlag, der die Ambitionen des Teams erheblich dämpft. Während Afonso Eulálio in Rosa weiterhin bemerkenswert kämpft und den Abstand zu seinen Verfolgern minimieren konnte, bleiben Fragen offen, wie das Team seine Position in der Gesamtwertung halten will.

Red bull im tief, eulálio als überraschungsfaktor

Red bull im tief, eulálio als überraschungsfaktor

Noch vor wenigen Tagen schien Pellizzari in der Lage, Vingegaards Tempo standzuhalten. Doch am gestrigen Anstieg verlor er nicht nur den Anschluss an die Spitzengruppe, sondern auch wertvolle Zeit auf seine direkten Konkurrenten. Auch Hindley konnte nicht die notwendige Unterstützung bieten und verlor ebenfalls Zeit. „Man muss vielleicht die gesamte Mannschaft beobachten“, so Eurosport-Experte Rolf Aldag, der auf mögliche gesundheitliche Probleme innerhalb des Teams spekulierte. Der Ruhetag am Montag könnte für Red Bull ein willkommener Anlass sein, um die Situation zu analysieren und neue Strategien zu entwickeln.

Afonso Eulálio hingegen scheint vom Rosa Trikot beflügelt zu sein. Der Portugiese präsentierte sich als überraschend starker Konkurrent und konnte sogar Zeit auf einige Topfahrer gewinnen. „Er steigt langsam zu einem ernsthaften Mitbewerber um eine Podiumsplatzierung auf“, analysierte Eurosport-Experte Jens Voigt. Ob er in der Lage sein wird, die Dominanz von Vingegaard und Gall herauszufordern, bleibt abzuwarten, doch er hat bewiesen, dass er mehr ist als nur ein Platzhalter.

Gall selbst zeigte sich nach dem Rennen zufrieden: „Jonas hat nicht unbedingt den Zwang dazu, mitzufahren“, erklärte er im Interview. „Ich habe versucht, ihn mehr oder weniger zu ignorieren, obwohl ich natürlich gehofft habe, dass er mitführt.“ Sein Abstand auf Vingegaard beträgt lediglich 34 Sekunden – ein Beweis für seine beeindruckende Leistung und ein Signal an die Konkurrenz: Felix Gall ist ein ernstzunehmender Anwärter auf den Gesamtsieg.