Getafe greift wieder an: bordalás plant den endspurt gegen athletic
Getafe ist zurück vom
Strand und direkt in den Kampfmodus geschaltet. Nach fünf Tagen Sonne, TAPAS-Urlaub und keinem einzigen Pfiff im Coliseum trommelte José Bordalás seine Truppe am Dienstag auf dem Trainingsplatz zusammen – und schob direkt den Turbo für Sonntag, 18:30 Uhr, gegen Athletic Club.Der Kalender lügt nicht: März war für die Azulones ein einziger Erfolgslauf – zehn Punkte aus fünf Spielen, Platz 14 mit Pollster-Licht auf dem Nacken der Abstiegszone. Jetzt droht nur noch ein einziger Fehltritt, um die Kasse wieder zu klirren. Die Rechnung der Staff-Methematiker: Sieg gegen Bilbao und der Relegationsstrudel dürfte sich endgültig verabschieden.
Davinchi und mayoral ticken auf der ersatzbank
Derweil schauen zwei Männer vom Crosstrainer aus zu. Davinchi fehlt seit Wochen mit einer hartnäckigen Oberschenkelzerrung, Borja Mayoral laboriert an einem Syndesmoseriss – beide hätten vor dem Länderspielbreak schon einspringen können, doch Bordalás ließ sie baumeln. „War unnötig, sie zu riskieren“, sagte der Coach nüchtern. Die Tabelle erlaubt diesen Luxus, auch wenn die Kurve steil nach oben zeigt.
Der Plan ist simpel: Die Defensive stabil halten – nur drei Gegentore in den letzten fünf Liga-Partien – und auf Portu und Ünal vertrauen, die im März gemeinsam drei direkte Torbeteiligungen lieferten. Athletic reist mit der drittbesten Auswärtsbilanz der Rückrunde an, kassierte aber in fünf der letzten sechs Partien mindestens einmal. Ein offenes Schauspiel im kochenden Süden Madrids ist vorprogrammiert.

Coliseum bereitet sich auf vollgas vor
Die Tickets für Sonntag gingen am Montagabend weg wie warme Churros – 13.800 Stück sind bereits verkauft, die restlichen 1.200 dürften spätestens Samstag weg sein. Die Fans wittern die vorzeitige Rettung, und die Spieler hören das Brummen bereits beim Aufwärmen. Sollte das Team tatsächlich die 40-Punkte-Marke überspringen, winkt laut Klubchef Ángel Torres eine Prämie von 450.000 Euro – ein kleiner Jackpot, der die Kabine zusätzlich anheizt.
Getafe kann also entspannt in die letzten neun Spiele starten. Der Abstiegsgurgel ist noch nicht ganz geschlossen, aber das Handtuch der Konkurrenz liegt bereits auf dem Boden. Ein Sieg gegen Athletic, und Bordalás dürfte sogar seinen Lieblingssatz bemühen: „Objetivo cumplido.“ Keine Frage, kein Zauber – einfach nur harte Zahlen und ein Trainer, der wieder nach vorn grinst.
