Betis startet mit antony-comeback in den endspurt
Seville – Nach 72 Stunden Auszeit begrüßt der Betis seine Stars mit einer Pflichtaufgabe: dem letzten Sprint nach Europa. Der erste Trainingstag nach Pellegrinis Kurzurlaub brachte Dienstagfrüh die Nachricht, auf die die grün-weiße Anhängerschaft gewartet hat: Antony steht wieder auf dem Rasen.

Antony knackt die pubalgia-klausel
Der Brasilianer, seit Wochen an der Leine der medizinischen Abteilung, absolvierte ein individuelles Aufbaukonzept – kein gemütlicher Reha-Dauerlauf, sondern hartes Pensum gegen die Pubalgia. Heute schon mischte er sich ins Mannschaftstraining, Samstag will er in La Cartuja gegen Espanyol wieder Tempo voll aufdrehen. Torjubel inklusive.
Parallel dazu jagt Lo Celso dieselbe Zielgerade. Der Argentinier erhöht seine Belastungsstufen täglich, der Blick auf den Kalender: zweieinhalb Monate hat er verpasst, zwei Trainingstage bleiben, um Pellegrini zu überzeugen. Seine Mitspieler spüren, dass er kein Joker mehr sein will, sondern der Dreh- und Angelpunkt im Mittelfeld.
Die Krankenliste bleibt überschaubar, aber spürbar. Isco trabt allein über den Platz, Ballkontakte erlaubt, Zweikampf verboten. Ángel Ortiz fehlt komplett – Ausfallzeit drei bis fünf Wochen, eine Ahnung davon, wie dünn die Personaldecke in der Schlussphase wirklich ist.
Die Internationale kommen im Schleichgang zurück. Keine Massenrückkehr, sondern Staffel nach Gebrauchsanweisung, damit keine Muskeln nach dem Langstreckenflug knallen. Drei Einheiten bis zur Nominierung, dann entscheidet der Ingeniero, wer das Ticket nach Europa wirklich in der Tasche hat.
Für Betis geht es nicht nur um drei Punkte gegen Espanyol, sondern um die Tür zur Conference League, vielleicht sogar zur Europa League. Die Rechnung ist simpel: gewinnen, zusehen, hoffen – und mit Antony wieder eine Waffe auf der Außenbahn haben, die Gegner in Schach hält. Das Trainingslager ist vorbei, jetzt zählt nur noch der Platz.
