Gelb-rot-welle rollt: zehn profis fehlen am super-league-wochenende
Die Super League schüttelt sich. Kurz vor dem Endspurt der Saison verabschieden sich gleich zehn Profis vorzeitig in die Tribünenloge – Gelb-Rot und Gelbsperren lassen die Kader plötzlich dünner wirken. Die Liga bestätigte am Montag die Sperren, betroffen sind Topclubs und Abstiegskandidaten gleichermaßen.
Frey und kronig fliegen raus – und nehmen ihre teams mit
Michael Frey war es, der in der 89. Minute gegen den FC Sion noch einmal die Gemüter erhitzte. Ein spätes Foul, die Ampelkarte folgte auf dem Fuß – und schon steht der Grasshopper-Stürmer am Samstag gegen Thun nur noch im Anzug am Rand. Jan Kronig vom FC Sion kassierte kurz darauf ebenfalls Gelb-Rot, beide Klubs verlieren damit ihre Leistungsträger zum Saisonfinale. Die Liga lehnte Einsprüche ab, die Sperren sind rechtskräftig.
Doch damit nicht genug. Die Liste der Gesperrten liest sich wie das Who-is-Who der Liga: Edimilson Fernandes (BSC Young Boys), Roman Buess und Randy Schneider (FC Winterthur), Adrian Bajrami (FC Luzern), Bradley Mazikou (Servette FC) sowie Marco Bürki und Justin Roth (FC Thun) haben alle ihre fünfte Gelbe Karte kassiert. Nächster Stopp: Tribüne. Für die Trainer heißt es jetzt umdenken, denn die Aufstellung ist nicht nur taktisch, sondern auch personell eine Gratwanderung.

Der fc zürich verliert den rekurs – und kamberi bleibt draußen
Der FC Zürich wollte Lindrit Kamberi zurückholen, doch die Liga blieb hart. Die Drei-Spiele-Sperre nach der Tätlichkeit im Spitzenspiel bleibt bestehen. Für den Rekordmeister ein herber Schlag, war Kamberi doch zuletzt eine Konstante im defensiven Mittelfeld. Trainer Bo Henriksen muss nun auf die Nachwuchskräfte bauen – ein Risiko, das in der heißen Phase der Saume den Ausschlag geben könnte.
Die Causa zeigt: Die Super League wird zur Geduldsprobe. Wer jetzt die Nerven behält, wer seine Rotation clever nutzt, der wird am Ende oben stehen. Die Meisterfrage ist offen, der Abstiegskampf dramatisch – und mit jedem gesperrten Spieler wird die Rechnung komplizierter. Am Samstag um 18 Uhr rollt der Ball wieder, aber einige Stars werden nur zusehen können. Die Liga ist kein Spaß, das zeigt diese Woche mehr denn je.
