Gaugisch schmeißt den rotations-knopf: stars raus, neue rein

Markus Gaugisch dreht am Rad. Der Bundestrainer verbannt Katharina Filter, Emily Vogel und Alexia Hauf komplett aus dem Kader für die letzten beiden EM-Qualifikationsspiele. Keine Verletzung, kein Streit – nur eine klare Ansage: Jetzt wird geschont.

Die wm-silbermedaille ist gerade erst verstaubt

Die drei feierten im Dezember noch den größten Erfolg seit 1993, doch statt Lob erhalten sie freiwillige Pause. „Wir haben offen kommuniziert“, sagt Gaugisch. Gemeint: Wer im Sommer in Polen, Rumänien, Tschechien, Slowakei und der Türkei angreift, soll nicht schon im April leer laufen.

Sarah Wachter, Alina Grijseels, Viola Leuchter und Annika Lott müssen sich sogar teilen – nur ein Spiel pro Kopf. Die Gegner heißen Nordmazedonien (8. April, Skopje) und Belgien (12. April, Hamm). Das Ticket ist längst gelöst, also nutzt der Coach den Luxus, zu experimentieren.

Thomaier und von pereira springen in die bresche

Thomaier und von pereira springen in die bresche

Mareike Thomaier und Aimée von Pereira sind zurück – nach Knie- und Schulterpause. Beide könnten in der Helios-Arena direkt wieder Startelf-Luft schnuppern. Dafür bleiben Routiniers wie Filter zu Hause, schauen auf Instagram, wie ihre Junioren-Chancen bekommen.

Das erklärte Ziel: Frischen Wind erzeugen, ohne den Teamkern zu beschädigen. Die Kurz-Rotation der vergangenen zwei Jahre war effizient, aber auch absehbar. Gaugisch will wissen, wer bei 40 Minuten Einsatz nicht nur wirft, sondern führt.

Die zahl, die niemanden schläft lässt

Die zahl, die niemanden schläft lässt

17 Tage liegen zwischen dem letzten Quali-Pfiff und dem Start der Vorbereitung aufs Finalturnier. Wer jetzt Pause bekommt, muss im Mai wieder Vollgas geben – sonst sitzt er im Dezember auf der Tribüne. Die Uhr tickt laut, auch wenn keiner sie hören will.

Die Botschaft ist klar: Silber ist Vergangenheit, 2027 will Gaugisch Gold. Und so zieht er heute schon die Reißleine, damit morgen keiner mehr schreit.