Gasperini zwingt dybala in die knie – zaragoza vs. venturino um rom-thron
Rom kocht ohne seine Krone. Paulo Dybala fällt nicht nur gegen Genua aus, sondern wohl für Wochen. Die Folge: Im Ligurien-Nebel tobt ein verstecktes Duell um den Platz hinter Malen – und damit um einen Festkauf im Sommer.
Am Ende der Via del Mare probte Gian Piero Gasperini gestern schon die Zukunft. Er rotierte Bryan Zaragoza und Lorenzo Venturino neben Kapitän Pellegrini, schob sie beide in die Zehner-Zone, wo sonst Dybalas linker Fuß zaubert. Der Spanier lag nach 90 Minuten intensiv-Casting knapp vorn, doch Venturino kennt Marassi wie seine Playstation-Handballen – ein Vorteil, der in der englischen Woche zählt.

Die dritte spur führt nach rom
Ein drittes Kapitel schreibt Niccolò Pisilli. Der 19-Jährige soll neben Cristante oder Koné die Sechser-Zone räumen, damit in den Auswärtsspielen gegen Bologna (EuropaLeague) und Como nicht dieselbe Laufleistung wie zuletzt gegen Juve kollabiert. „Nico will den Genoa-Block von De Rossi einreißen – und das im Stadion, in dem er als Kind seine Autogrammkarte bekam“, flüsterte ein Staff-Mitarbeiter nach dem Training.
Die Statistik nagt an der Roma: Dreimal in den letzten 15 Spielen ohne Dybala, nur zwei Siege. Gasperini muss diese Lücke mit Tempo statt Tango füllen. Deshalb der Mikro-Turnover im Mittelfeld: Koné droht nach 120 Minuten gegen Juve die Bank, Cristante darf die Spielgestaltung übernehmen, während Ndicka hinten die Fäden zieht – und nebenbei ein erstes Barça-Angebot im Portemonnaie hat.
Die Wette: Wer in Genua glänzt, erhält nicht nur Applaus, sondern ein Kaufangebot. Der Klub will 40 Millionen Euro einnehmen, um die Joya-Abwesenheit zu kompensieren. Venturino oder Zaragoza – einer soll Roma am Ende wirklich gehören.
Kurz vor Abflug landete ein letztes Video auf Gasperinis Handy. Dybala, auf Krücken, schickte eine Sprachnote: „Bringt die drei Punkte, dann bin ich schneller zurück.“ Keine Rettung, sondern ein Versprechen. Die Roma spielt jetzt für ihre verletzte Seele – und für den nächsten Mann, der sie trägt.
