Fußball-wm in la: gewerkschaft warnt vor festnahmen durch ice

Die Vorbereitungen für die Fußball-WM in Los Angeles überschatten sich mit einer brisanten Auseinandersetzung: Eine mächtige Gewerkschaft schlägt Alarm und warnt vor möglichen Festnahmen von Beschäftigten durch die US-Einwanderungsbehörde ICE. Die Situation droht, das prestigeträchtige Turnier zu überschatten.

Gewerkschaft reicht beschwerde bei der national labor relations board ein

Gewerkschaft reicht beschwerde bei der national labor relations board ein

„Unite Here Local 11“, die über 30.000 Beschäftigte in Hotels, Flughäfen und Sportarenen vertritt, hat eine formelle Beschwerde gegen die FIFA, den Stadionbetreiber, den Stadioneigentümer und einen Hospitality-Anbieter beim National Labor Relations Board (NLRB) eingereicht. Im Zentrum der Kritik steht die Befürchtung, dass ein Klima der Angst und Einschüchterung durch das Auftreten von ICE-Mitarbeitern geschaffen wird. Besonders betroffen sind die rund 2.000 Beschäftigten der WM-Arena in Los Angeles.

Kurt Petersen, der gewählte Vorsitzende der Gewerkschaft, kündigte an, dass das NLRB vor einem Bundesgericht eine einstweilige Verfügung erwirken soll, um den Zutritt von ICE auf das Gelände zu beschränken. „Die Leute sind verängstigt.“, so Petersen gegenüber The Athletic. „Sie sagen, sie würden nicht zur Arbeit kommen, wenn ICE in der Nähe ist, weil sie jederzeit festgenommen werden könnten.“ Die Angst vor willkürlichen Festnahmen ist allgegenwärtig.

Ein Schlüsselmoment für die Sicherheit? ICE-Direktor Todd Lyons hatte im Februar erklärt, dass seine Behörde während des Turniers eine „Schlüsselrolle für die Sicherheit“ spielen werde. Diese Aussage hat in der Öffentlichkeit für erhebliche Bedenken gesorgt, die nun von der Gewerkschaft verstärkt werden.

Lo que nadie cuenta ist der Hintergrund: Es kursieren Gerüchte, dass FIFA-Präsident Gianni Infantino seinen Einfluss bei US-Präsident Donald Trump nutzen könnte, um eine Aussetzung der ICE-Einsätze im WM-Umfeld zu erwirken. Ein riskantes Spiel, das die FIFA in eine politische Schlammschlacht verwickeln könnte.

Acht WM-Spiele, darunter das Eröffnungsspiel der USA gegen Paraguay (13. Juni), sollen im SoFi Stadium in Inglewood ausgetragen werden, der Heimstätte der Los Angeles Chargers und Rams. Die Anspannung ist spürbar, und die Augen sind auf die Entwicklungen in den kommenden Wochen gerichtet. Ob die FIFA rechtzeitig eine Lösung findet, um die Ängste der Beschäftigten zu zerstreuen, bleibt abzuwarten. Die Glaubwürdigkeit des Weltverbandes steht auf dem Spiel.

n ,n