Furyk kehrt zurück: kann er den ryder cup retten?

Die Entscheidung ist gefallen: Jim Furyk wird das US-Team beim Ryder Cup 2027 in Adare Manor in Irland führen. Nach zögerlichem Zögern des PGA-Vorstands ist damit ein Name gesetzt, der in der Golfwelt mit gemischten Gefühlen aufgenommen wird – vor allem angesichts der desaströsen Vorstellung 2018.

Die geister der vergangenheit

Furyks vorherige Amtszeit als Captain im Jahr 2018 in Le Golf National endete in einer klaren Niederlage gegen Europa (10,5:17,5). Ein „Dream Team“ auf dem Papier, das in der Realität Schiffbruch erlitt. Die aufgeboteten Stars wie Tiger Woods, Brooks Koepka und Patrick Reed konnten nicht ihre gewohnte Form abrufen, und Gerüchte über interne Spannungen, insbesondere zwischen Patrick Reed und Jordan Spieth, überschatteten das Turnier. Die Erinnerung daran nagt weiter, und Furyk steht nun vor der gewaltigen Aufgabe, die amerikanische Ehre wiederherzustellen.

Die Wahl von Furyk ist umso bemerkenswerter, wenn man bedenkt, dass Tiger Woods, als naheliegender Kandidat, aufgrund seiner jüngsten rechtlichen Probleme aus dem Rennen genommen wurde. Ein herber Rückschlag für die Hoffnungen auf eine glamouröse Führungspersönlichkeit. Auch die Zugehörigkeit von Phil Mickelson zur LIV Golf League macht ihn für die US-Auswahl unzugänglich.

Eine zweite chance für den routinier

Eine zweite chance für den routinier

Furyk ist kein Unbekannter in der Welt des Ryder Cups. Er nahm an neun Ryder Cups als Spieler teil (1997-2014) und war bereits als Vice Captain bei den Austragungen 2016, 2021, 2023 und 2025 dabei. Nun erhält er die seltene Chance, sich als Captain zu revanchieren – nur der vierte US-Captain seit 1979, der eine zweite Gelegenheit erhält. Davis Love III, Tom Watson und Jack Nicklaus gingen ihm zuvor voraus. Die Aufgabe ist klar: Furyk muss das Team zu einem Sieg auswärts führen, etwas, das den USA seit 1993 nicht mehr gelungen ist.

Europa setzt weiterhin auf Kontinuität mit Luke Donald, der für die dritte Austragung in Folge das europäische Team führen wird. Ob Furyk in der Lage sein wird, die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren und ein Team zu formen, das den Herausforderungen in Irland gewachsen ist, bleibt abzuwarten. Die Vorbereitung beginnt jetzt, und der Druck ist enorm.

Die Entscheidung für Furyk ist ein klares Zeichen dafür, dass die PGA of America auf Erfahrung und Kontinuität setzt – ein riskanter Schachzug, der entweder zum Triumph oder zur erneuten Enttäuschung führen könnte. Die nächsten Jahre werden zeigen, ob Furyk die richtige Wahl war, um den Ryder Cup zurück in die USA zu holen.