Frida karlsson: "es fühlt sich an wie ewige nacht"

Die schwedische Skilangläuferin Frida Karlsson, frisch von ihren olympischen Triumphen, ringt mit einer tiefen Erschöpfung, die weit über körperliche Müdigkeit hinausgeht. In einem Gespräch mit dem schwedischen „Expressen“ offenbarte die 26-Jährige einen Zustand der mentalen und physischen Auslaugung, der ihre Fans alarmierte.

Die olympiasiegerin kämpft mit dunkelheit

„Es fühlt sich an, als wäre es die ganze Zeit Nacht“, gestand Karlsson, ihre Worte spiegeln eine innere Dunkelheit wider, die sie seit geraumer Zeit begleitet. „Es ist lange her, dass ich so erschöpft war.“ Die Schwedin, die nach intensiven Trainingseinheiten und dem überwältigenden Erfolg bei den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina d’Ampezzo nun am Rande des Burnouts zu stehen scheint, spricht offen über ihre Gefühle.

Selbst nach über zehn Stunden Schlaf in den Nächten vor dem Interview fühlt sie sich nicht erholt. Stattdessen beschreibt sie ein Gefühl der Lähmung, eine tiefe Erschöpfung, die sie von ihrer üblichen Leistungsbereitschaft entfernt. „Im Moment würde ich am liebsten gar nichts tun. Und das ist sehr ungewöhnlich für mich. Ich erkenne mich selbst kaum wieder.“ Ein beunruhigendes Statement von einer Athletin, die für ihre unermüdliche Hingabe bekannt ist.

Ein schatten hinter dem glanz

Ein schatten hinter dem glanz

Die Erfolge von Karlsson sind beeindruckend: Drei Weltmeistertitel, olympisches Gold über 10 Kilometer Freistil und im Skiathlon, sowie eine Silbermedaille mit der Staffel. Doch hinter diesem Glanz verbirgt sich eine dunkle Episode. Von Oktober 2023 bis Februar 2025 wurde sie von einem Stalker belästigt, ein Trauma, das sie nur schwer hinter sich lassen konnte. Nun, da die Bedrohung vorüber ist, steht die Frage im Raum, wie es weitergeht.

Karlsson hat bereits vor Wochen angekündigt, über ein Karriereende nachzudenken. Der Vertrag mit sich selbst, wie sie es nennt, läuft aus. „Ich werde nur weitermachen, wenn ich es wirklich, ganz tief in meinem Herzen, will.“, betonte sie. Diese Aussage unterstreicht die Notwendigkeit, ihre eigene innere Balance wiederzufinden, bevor sie weitere sportliche Höchstleistungen anstrebt. Es geht nicht mehr nur um den Sieg, sondern um die Frage, ob die Freude am Sport noch vorhanden ist.

Die Schwedin hat bewiesen, dass sie nicht nur eine außergewöhnliche Athletin, sondern auch eine starke Persönlichkeit ist. Nun gilt es, die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden in den Vordergrund zu stellen. Der Sport kann warten. Karlsson braucht Zeit, um sich selbst wiederzufinden – und das ist gut so.