Fribourg triumphiert – genf kämpft mit nachwirkungen des marathon-viertelfinals
Ein früher Rückstand, eine schnelle Antwort und letztlich ein klarer Heimsieg: Der HC Fribourg-Gotteron hat in der Halbfinal-Serie gegen Genf-Servette die Nase vorn. Mit einem 3:1-Erfolg legten die Bündner den Grundstein für den Einzug ins Finale, während Genf mit den Folgen des anstrengenden Viertelfinals zu kämpfen hat.
Defensive muss aggressiver werden – biascas analyse
Attilio Biasca, der mit seinem Treffer zum 1:1 die Wende einleitete, zeigte sich nach dem Spiel bei MySports zwar zufrieden mit der „soliden und konzentrierten Leistung“ seiner Mannschaft, sah aber noch deutlichen Handlungsbedarf. „Ich habe das Gefühl, in der Defensive Zone müssen wir noch aggressiver sein, um besser aus der Situation herauszukommen“, analysierte der Stürmer. Obwohl Fribourg in der Offensive überzeugte, ließ das Forechecking von Genf immer wieder Wirkung zeigen – ein Punkt, den Biasca nicht außer Acht lassen wird.
Der Ausgang der Serie hängt, so Biasca, von der mentalen Stärke der Mannschaften ab: „Es sind zwei aggressive Teams, und am Ende kommt es darauf an, wer mehr laufen will, wer den Sieg mehr will.“ Für das Rückspiel in Genf gilt für ihn: „Das nächste Spiel ist wieder 0:0.“ Ein Neustart ist also angesagt.

Vesey: „keine ausreden“ – genf sucht lösungen
Auf Seiten von Genf-Servette suchte man nach Erklärungen für die erschwerte Situation. Jimmy Vesey betonte gegenüber MySports, dass sein Team gegen Fribourg zu kämpfen hatte. „Fribourg ist ein sehr laufstarkes Team und übt überall auf dem Eis Druck auf den Puck aus“, räumte er ein. Die kurze Pause nach dem Viertelfinal-Marathon wurde zwar als Belastung gesehen, doch Vesey ließ keine Ausreden zu: „Wir hatten einen schnellen Turnaround, aber das darf keine Entschuldigung sein – wir müssen viel besser sein.“
Die Moral des Teams soll nun im Rückspiel in Genf entscheidend sein. „Es ist eine lange Serie. Eigentlich spielt nichts eine Rolle, bis sie uns viermal geschlagen haben“, so der US-Amerikaner. Eine kühne Ansage, die zeigt, dass Genf noch nicht aufgesteckt hat.
Die Partie in Fribourg unterstrich einmal mehr die Brisanz dieser Halbfinal-Serie. Wer die Strapazen am besten verkraftet und wer die taktischen Feinheiten schneller erkennt, wird den entscheidenden Vorteil haben. Die nächste Begegnung verspricht daher ein weiteres hochspannendes Duell zu werden.
