Freitag verpasst podium – prevc dominiert in hinzenbach
Ein enttäuschender Tag für das deutsche Skispringteam in Hinzenbach: Selina Freitag konnte sich mit Platz sechs nicht in die Nähe des Podiums kämpfen. Nika Prevc, die Slowenin, demonstrierte erneut ihre Stärke und feierte einen souveränen Sieg.

Was die olympische enttäuschung verdeutlicht
Die Olympischen Spiele waren für die deutschen Springerinnen bereits ein Tiefpunkt, und nun setzt sich die Talfahrt fort. Freitag, die sich noch Hoffnungen auf eine Top-Platzierung gemacht hatte, fehlten letztendlich rund vier Meter, um das siebte Podest der Saison zu erreichen. Eine bittere Pille für das DSV-Team.
Nika Prevc hingegen sprang mit Weiten von 89,0 Metern und erzielte insgesamt 258,6 Punkte. Damit ließ sie die Österreicherin Lisa Eder (255,6 Punkte) und die norwegische Doppel-Olympiasiegerin Anna Odine Ström (238,3 Punkte) hinter sich. Prevc bestätigte damit ihre Vormachtstellung in diesem Winter.
Agnes Reisch zeigte als Zehnte eine solide Leistung, während Anna Hollandt mit Platz elf ebenfalls punkten konnte. Katharina Schmid, die Rekord-Weltmeisterin, kämpft indes weiterhin mit ihrer Form und belegte lediglich den 18. Rang. Ihre Abschiedstournee nimmt damit keinen glücklichen Verlauf.
Die Bedingungen in Hinzenbach waren alles andere als einfach. Der Wind spielte immer wieder verrückt und machte präzise Sprünge zur Herausforderung. Dennoch bewies Prevc einmal mehr ihre Nervenstärke und ihre Fähigkeit, mit schwierigen Bedingungen umzugehen.
Am Sonntag steht in Hinzenbach ein weiteres Einzelspringen auf dem Programm (ab 15:20 Uhr live auf Eurosport und HBO Max). Die deutschen Springerinnen müssen sich sputen, um noch eine Chance auf eine Top-Platzierung zu haben. Die Konkurrenz schläft nicht.
Die Frage, ob das deutsche Team rechtzeitig zur nächsten Weltcup-Station wieder in Form kommt, bleibt offen. Doch eines ist klar: Nika Prevc ist die Frau der Stunde und die unangefochtene Königin des Skispringens.
