Freispruch nach racing-tod: wie ein schlag ins leere zum tödlichen schicksal wurde
Er trug das falsche Trikot zur falschen Zeit. Ein 34-jähriger Albacete-Fan läuft frei, nachdem er einen Racing-Anhänger mit einem einzigen Hieb getötet haben soll. Die Richterin in Santander ließ ihn am Montag laufen – keinerlei Haftbefehl, keine Auflagen. Die Staatsanwaltschaft ermittelt wegen fahrlässiger Tötung.
Der vorfall, der santander erschütterte
Samstag, 16:00 Uhr, Calle Alta: Racing-Fans treffen auf einen Mann in Albacete-Farben. Worte fallen, Fäuste fliegen. Sekunden später liegt Diego García, 29, blutend am Boden. Retter kämpfen, Dozenten des Marqués-de-Valdecilla-Krankenhauses geben auf. Die Nachricht jagt durch WhatsApp-Gruppen schneller als jedes Torvideo.
Die Polizei schaltet sofort die Oficina Nacional contra la Violencia en el Deporte ein – Routine, falls ein Sportrivalität das Delikt verschärft. Doch Delegierter Pedro Casares dämpft: „Der Beschuldigte war gar nicht auf dem Weg zum Stadion.“ Kein Derby-Krawall, kein organisierter Hass – nur ein tragischer Treffer.

Ein schlag, ein sturz, ein tod
Forensiker sprechen von „kontundenter Kopftrauma durch Fall auf Asphalt“. Ein einziger Punch, ein unglücklicher Aufprall, ein Schädelbruch. Keine Waffe, keine zweite Attacke – deshalb die niedrigere Qualifikation. Doch die Hinterbliebenen fragen sich: Ist fahrlässig genug, wenn ein Leben ausgelöscht wird?
Die Ermittlungen laufen. Zeugen werden vernommen, Kameras ausgewertet. Racing plant ein Schweigeminute beim nächsten Heimspiel – und die Region diskutiert, wie weit Fan-Rivalitäten gehen dürfen, wenn das Trikot plötzlich zum Stigma wird.
Die Zahl, die bleibt: ein Toter, null Haftstrafe – und ein Stadion, das am Samstag wieder brüllt, während eine Familie trauert.
