Freiburg verpasst achtelfinal-heimspiel: bittere niederlage in braga!

Ein Schrei der Frustration hallte durch das Estadio Municipal de Braga, als der SC Freiburg in der Nachspielzeit das 1:2 gegen Sporting Braga einstecken musste. Die Europa League-Hoffnungen schwinden, doch die Breisgauer geben sich kämpferisch – das Rückspiel im eigenen Stadion könnte die Wende bringen.

Die abwehr schläft – braga nutzt die chance

Wie schon im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Stuttgart kassierte Freiburg auch in Portugal eine bittere Niederlage in letzter Minute. Ein Abwehrfehler, ein unentschlossener Moment, und plötzlich stand es 1:2. Die Partie deutete lange auf ein leistungsgerechtes 1:1 hin, doch die Schlussphase gehörte Braga, die mit wachsamer Feldüberlegenheit die Tür zum Erfolg aufstieß.

Der entscheidende Moment: Ein Einwurf auf der linken Seite der Freiburger Abwehrreihe öffnete ein Tor, das man hätte besser besetzen müssen. Die Spieler tanzten den Ball hin und her, zu ungestüm, zu wenig Entschlossenheit. Joao Moutinho, der 2016er Europameister, schickte mit einem Chipball seinen Teamkollegen in den Strafraum. Der Rest ist Geschichte. Ein Abklatscher von Atubolu, und der Jubel der Braga-Fans erfüllte die Luft.

„So ein unnötiges Gegentor, das ist unfassbar“, kommentierte ein sichtlich verärgerter Noah Atubolu. Rechtsverteidiger Philipp Treu stimmte zu: „Ich hätte am liebsten alles kurz und klein hauen können.“

Trainer schuster bleibt optimistisch – das rückspiel entscheidet

Trainer schuster bleibt optimistisch – das rückspiel entscheidet

Trainer Julian Schuster bewahrte die Fassung, obwohl er die Wut seiner Spieler verstehen konnte. „Das darf uns natürlich nicht passieren, so spät den Gegentreffer zu bekommen“, sagte er nüchtern. Doch Schuster blickt positiv in die Zukunft. „Wir blicken dennoch positiv auf das Rückspiel, mit unseren Fans in unserem eigenen Stadion. Wir haben das Selbstvertrauen und auch die Qualität, genau das zu drehen.“

Die Stärke des SC Freiburg liegt unbestreitbar in der Heimstärke. In der Europa League gewannen die Breisgauer die vergangenen zehn Heimspiele – eine beeindruckende Bilanz, die Hoffnung macht. Verteidiger Treu kündigte bereits eine „Kampfansage“ an: „Wir wussten, dass wenn wir zu 100 Prozent unsere Intensität gehen, dann kann keine Mannschaft in Europa mit uns mithalten.“

Allerdings müssen die Offensivkräfte Johan Manzambi und Yuito Suzuki ihre Form finden. In Braga präsentierten sie sich nicht von ihrer besten Seite. „Johan und Yuito sind unsere Unterschiedsspieler, klar. Aber es lastet auch viel auf ihren Schultern“, so Treu. Die Mannschaft muss also geschlossen agieren und die Schwächen kompensieren.

Die Aufgabe ist klar: Am kommenden Donnerstag muss im Europa-Park-Stadion alles gegeben werden, um den Traum vom Finaleinzug in Istanbul am Leben zu erhalten. Die Wut der Niederlage, gepaart mit der unbändigen Heimstärke, kann der Schlüssel zum Erfolg sein. Freiburg muss zeigen, dass die Reise nach Braga kein vorzeitiges Ende bedeutet, sondern der Auftakt zu einem glorreichen Comeback.