Freiburg tankt selbstvertrauen: sieg in mainz ebnet weg nach spanien
Ein knapper Sieg, der mehr bedeutet: Der SC Freiburg hat am Sonntagabend den FSV Mainz 05 mit 1:0 bezwungen und damit nicht nur wichtige Punkte für die Bundesliga-Tabelle gesichert, sondern auch das Selbstvertrauen für das Viertelfinal-Rückspiel gegen Celta Vigo deutlich gestärkt. Die Europa League steht vor der Tür, und Freiburg scheint bereit.
Die taktische schachprobe vor dem großen duell
Julian Schuster hatte vor dem Spiel klargestellt: „Heute zählt nur Mainz.“ Ein Statement, das die Priorität verdeutlichte. Denn während die Freiburger in der Europa League auf den Einzug ins Halbfinale hoffen, kämpfen die Mainzer in der Conference League um den Verbleib. Doch die Mainzer, angeführt von Trainer Urs Fischer, sahen die Gefahr im Kopf, der durch die Europa League-Erfolge abgelenkt sein könnte. Ein Schachzug, der im ersten Durchgang scheinbar aufging – eine zähe, wenig inspirierte Partie, in der der wuchtige Distanzschuss von Stefan Posch durch Atubolus Reflexe am Pfosten die einzige nennenswerte Aktion war.
Doch nach dem Seitenwechsel zeigte Freiburg eine andere Körpersprache. Der lange Einwurf von Ginter fand seinen Mann – Lucas Höler, der mit einem präzisen Kopfball zur Führung einköpfte (47.). Ein simpler, aber effektiver Treffer, der das Momentum auf die Seite der Gäste verlagerte. Daniel Batz musste kurz darauf doppelt gegen die agierenden Freiburger parieren, während die Mainzer, trotz der Rückkehr von Nadiem Amiri, kaum Gefahr erzeugten.
Die Tabelle lügt nicht: Freiburg klettert bis auf zwei Punkte an Eintracht Frankfurt heran. Doch das eigentliche Ziel liegt in Vigo. Dort wollen die Breisgauer den 3:0-Erfolg aus dem Hinspiel bestätigen und den ersten europäischen Halfinaleinzug in der Klubgeschichte feiern. Mainz hingegen muss sich nun neu fokussieren und in der Conference League alles geben, um den Traum vom europäischen Frühling am Leben zu erhalten. Es bleibt spannend!

Amiri's comeback: ein hoffnungsschimmer für mainz?
Die Rückkehr des Nationalspielers Nadiem Amiri, der nach einer Fersenverletzung pausieren musste, sorgte zwar für Jubel in den Reihen der Mainzer Fans, doch letztendlich reichte es nicht aus, um den knappen Rückstand noch zu egalisieren. Seine Präsenz könnte jedoch im Rückspiel gegen Straßburg entscheidend sein, um den verpassten Halbfinaleinzug zu vergessen.
