Freiburg plant den nächsten coup gegen leverkusen – schusters revanche kommt

Der SC Freiburg will gegen Bayer Leverkusen den großen Coup landen und dabei die eigene Stärke im Schwarzwald-Stadion nutzen. Trainer Julian Schuster zeigt sich vor dem Duell mit den Werkselfen kämpferisch und sieht seine Mannschaft in der Lage, die Tabellenspitze zu ärgern.

Schuster sieht seine mannschaft gewappnet

Julian Schuster ist ein ehrlicher Mann. Er gibt offen zu, dass er in der vergangenen Woche „eher der strenge Lehrer“ war. Doch das scheint sich auszuzahlen. Seine Spieler haben sich in den vergangenen Tagen auf das Spiel gegen Bayer Leverkusen eingestellt und wollen nun den nächsten Schritt machen. „Eine zwei bis drei“, sagte Schuster auf die Frage, welche Note er seiner Mannschaft für die bisherige Saison geben würde. Es gebe noch „Luft nach oben“, aber er sei auch „mit sehr, sehr vielen Dingen zufrieden“. Das ist keine bloße Phrase, sondern ein klares Statement: Der SC Freiburg ist bereit für die Entscheidungsspiele der Saison.

Die personelle Lage hat sich deutlich entspannt. Niklas Beste und Johan Manzambi stehen nach abgesessenen Sperren wieder zur Verfügung. Die Rückkehr von Philipp Lienhart ist ein weiterer Pluspunkt. Der österreichische Nationalspieler hat in dieser Woche komplett mittrainiert und könnte eine Option für die Startelf sein. Auch Lukas Kübler hat zumindest Teile des Trainings absolviert und nähert sich einer Rückkehr an. Diese Personalien geben Schuster die Möglichkeit, seine Mannschaft zu verstärken und taktisch flexibel aufzustellen.

Heimstärke als trumpf gegen leverkusen

Heimstärke als trumpf gegen leverkusen

Im Schwarzwald-Stadion ist der SC Freiburg eine Macht. Seit dem 1:3 gegen den FC Augsburg am ersten Spieltag haben die Breisgauer hier nicht mehr verloren. Den VfB Stuttgart schlugen sie 3:1, Borussia Dortmund wurde 1:1 gehalten. Diese Ergebnisse sind keine Zufälle, sondern Ausdruck einer Heimstärke, die sich in der Liga herumgesprochen hat. „Wir wissen, dass wir hier eine besondere Atmosphäre haben“, sagt Schuster. Die Fans treiben seine Mannschaft an, und die Spieler spüren diese Energie. Gegen Leverkusen will Freiburg diese Heimstärke nutzen, um die nächste Überraschung zu landen.

Die Werkself kommt mit einem 1:0-Sieg im Nachholspiel beim Hamburger SV nach Freiburg. Doch Schuster sieht keine Krise bei den Gästen. „Wo ist denn wirklich die Krise?“, fragt er und verweist auf die Qualität des Kaders. Dreimal in Folge blieb Leverkusen zwar ohne Sieg, doch nur einmal verloren. „Da steht genug Qualität auf dem Platz“, warnt Schuster. Er weiß, dass seine Mannschaft sich auf ein schweres Spiel einstellen muss. Aber er glaubt auch an die Chance, die Leverkusener zu ärgern.

Atubolus zukunft kein thema

Atubolus zukunft kein thema

Zwischen den Pfosten steht mit Noah Atubolu ein weiterer Hoffnungsträger. Der 23-Jährige hat in dieser Saison gezeigt, dass er zu den besten Torhütern der Liga gehört. Gerüchte über einen Wechsel gibt es dennoch. Schuster zeigt sich gelassen. „Wir sind in einem super Austausch, sprechen klar über die Zukunft“, sagt er. Atubolus Vertrag läuft noch bis 2027, und der Spieler wisse „zu schätzen, welches Vertrauen er hier bekommt“. Schuster ist überzeugt, dass Atubolu eine wichtige Rolle in der Zukunft des SC Freiburg spielen wird.

Die Partie gegen Leverkusen ist mehr als nur ein Spiel. Sie ist eine Chance, die Saison zu retten und die Europapokal-Träume am Leben zu halten. Zehn Punkte beträgt der Rückstand auf Platz sechs. Ein Sieg würde die Lücke verkleinern und den Glauben an eine erneute Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb stärken. Schuster und seine Mannschaft wissen, dass sie eine Mammutaufgabe vor sich haben. Aber sie sind bereit, diese anzunehmen. Die Frühlingsgefühle in Freiburg sind real – und sie könnten am Samstag in einem neuen Kapitel der Clubgeschichte münden.