Freiburg fegt genk hin und jagt celta vigo: europa-league-traum lebt
Null Chancen, fünf Tore, ein neues Kapitel. Der SC Freiburg drehte das 0:1 aus Genk in einen 5:1-Kantersieg und schreibt damit Geschichte: Erstmals steht der Klub im Viertelfinale der Europa League. Nun droht ein Spanien-Krimi gegen Celta Vigo – und der Blick auf die Statistik verrät, warum die Breisgauer sich warm anziehen müssen.
Celta vigo wartet als nächste hausnummer
Galicien ruft. Celta beendete die Gruppenphase auf Platz 16, doch seit den Play-offs wirft die Mannschaft von Trainer Carlos Carvalhal die Liga-Tabelle in den Wind. Gegen Lyon zerstörten sie den französischen Spitzenreiter – dank eines frühen Platzverweises gegen Moussa Niakhaté und dem eiskalten Javi Galán (61.) sowie Ferran Jutglà in der Nachspielzeit. Das Ergebnis: Celta steht im Viertelfinale und in La Liga bereits auf Rang sechs. Auswärts verlor Celta in dieser Saison nur zweimal – besser sind nur Real Madrid und Barcelona.
Freiburgs Trainer Christian Streich wählte nach dem Schlusspfiff nüchterne Worte: „Wir haben eine Riesenchance, aber wir reisen in ein Stadion, in dem selbst Real Madrid hadert.“ Tatsache: Balaídos gilt als Hexenkessel, 32 000 Anhänger treiben ihre Rojiblancos an, selbst wenn es regnet – und in Vigo regnet es oft.

Der mögliche halbfinale-gegner kommt ebenfalls aus spanien
Sollten die Breisgauer Celta Vigo überstehen, wartet im Halbfinale womöglich Real Betis. Die Andalusier müssen am Donnerstag ein 0:1 gegen Panathinaikos aufholen, doch wer Sevillas Faible für Europa kennt, weiß: Betis in der Benito-Villamarín ist ein anderes Kaliber. Dann stünde Freiburg vor der Chance, in einem halben Jahr zweimal nach Spanien zu reisen – und sich mit dem Land auseinanderzusetzen, das diese Saison die Europa League dominiert.
Die Zahlen sprechen für sich: Spanische Klubs holten in den letzten acht Jahren fünf Mal den Henkelpott. Freiburg indessen ist Neuling auf dieser Bühne. Die Scouting-Abteilung um Klemens Hartenberger hat bereits 17 Spielszenen von Celta gesichtet – besonders Iago Aspas und die dynamischen Außenverteidiger Galán und Manu Sánchez stehen auf der Liste. Sportdirechter Jochen Saier betont: „Wir analysieren, aber wir fürchten nicht.“
Die Europa League ist kein Nebenschauplatz mehr, sie ist das Herzstück der Saison. Mit jedem Sieg wächst der Kader an Selbstvertrauen, mit jedem Tor die Gewissheit, dass der SC Freiburg längst zu den europäischen Verlierern der Vergangenheit gehört. Nächster Stopp: Vigo. Die Koffer sind gepackt, der Glaube grenzenlos. Es ist Zeit, Geschichte zu schreiben – Kapitel für Kapitel, Taktik für Taktik, Tor für Tor.
