Formel 1: neue motorenregeln sorgen für frust bei verstappen und alonso
- Unruhe im fahrerlager vor saisonstart
- Alonsos vernichtendes urteil: „selbst unser koch könnte das fahren“
- Die veränderte antriebsaufteilung im detail
- Alonso befürchtet geringeren fahrer-einfluss
- Verstappen stimmt mit überein: „formel e auf steroiden“
- Alonso bleibt vorsichtig optimistisch
- Die zukunft der formel 1: eine ungewisse entwicklung
Unruhe im fahrerlager vor saisonstart
Die Formel 1 steht vor dem Beginn einer neuen Saison, doch die Stimmung im Fahrerlager ist getrübt. Die neuen Motorenregeln werfen ihre Schatten voraus und sorgen für heftige Kritik unter den Fahrern. Bereits vor einigen Tagen äußerte sich der vierfache WeltmeisterMax Verstappen kritisch, nun schließt sich Routinier Fernando Alonso mit scharfen Worten an.

Alonsos vernichtendes urteil: „selbst unser koch könnte das fahren“
Während der Testfahrten im Golfstaat ließ Alonso seiner Frustration freien Lauf. „Früher musste man den Anpressdruck in Bahrain so einstellen, dass man die Kurven 10 bis 12 mit Vollgas durchfahren konnte. Jetzt sind wir dort etwa 50 km/h langsamer, weil wir keine Energie verschwenden wollen. Selbst unser Koch könnte das Auto mit dieser Geschwindigkeit fahren“, so der zweimalige Champion. Seine Kritik richtet sich gegen die drastische Veränderung der Antriebsaufteilung.

Die veränderte antriebsaufteilung im detail
Bisher wurde der Großteil der Leistung vom Verbrennungsmotor (800–850 PS) erbracht, während die Batterie eine untergeordnete Rolle spielte (160 PS). Nun sollen beide Antriebseinheiten nahezu gleich viel (ca. 450 PS) beitragen. Allerdings wurde die Batterie kaum vergrößert, was zu einem ständigen Energiemanagement während der Rennen zwingt. Dies schränkt die Fahrer in ihrer Fahrweise erheblich ein.
Alonso befürchtet geringeren fahrer-einfluss
„Als Fahrer willst du den Unterschied in der Kurve machen. Das fahrerische Können war damals noch ein entscheidender Faktor im Kampf um die schnellste Runde. Jetzt ist man davon abhängig, wie viel Energie der Motor auf der nächsten Geraden noch hat“, beklagt Alonso. Die Fahrer müssen nun in den Kurven massiv vom Gas gehen, um Energie für die schnellen Strecken zu sparen. Dieser Umstand nimmt dem Fahrer die Möglichkeit, durch sein Können den entscheidenden Unterschied zu machen.
Verstappen stimmt mit überein: „formel e auf steroiden“
Die Kritik von Alonso reiht sich in die Aussagen von Superstar Max Verstappen ein. Dieser hatte vor einigen Tagen gegenüber „Sky“ geäußert: „Ja, was muss ich da eigentlich [über das neue Fahrgefühl] sagen? Das ist ein wenig wie Formel E auf Steroiden.“ Verstappen verdeutlicht damit, dass sich das Fahrgefühl durch die neuen Regeln stark verändert und an die Formel E erinnert, jedoch mit deutlich höherer Leistung.
Alonso bleibt vorsichtig optimistisch
Obwohl Alonso kritisch ist, schloss er etwas zurückhaltender ab: „Am Ende des Tages ist das die Formel 1 und sie war schon immer so. Mir ist klar, dass der Fahrer 2026 weniger Einfluss haben wird, aber nach drei oder vier Rennen haben wir vielleicht eine bessere Vorstellung davon.“ Er hofft, dass sich die Teams und Fahrer nach einiger Zeit an die neuen Bedingungen anpassen können.
Die zukunft der formel 1: eine ungewisse entwicklung
Es bleibt abzuwarten, ob die neuen Regeln tatsächlich einen so dramatischen Einfluss auf die Königsklasse des Motorsports haben werden, wenn die Formel 1 im März in ihre 76. Saison geht. Die kommenden Rennen werden zeigen, ob die Veränderungen zu einer spannenderen und wettbewerbsfähigeren Meisterschaft führen oder ob sie die Rolle des Fahrers tatsächlich schmälern. Die Fans sind gespannt!
