Fontaine: der unerreichte wm-rekord, den messi und ronaldo nicht knacken werden
Just Fontaine. Ein Name, der in Fußballkreisen für immer mit einer außergewöhnlichen Leistung verbunden sein wird. Während die WM 2026 in vollem Gange ist und neue Torrekorde zu erwarten sind, bleibt eines unumstößlich: Fontaines WM-Bilanz von 1958 wird vermutlich niemals übertroffen werden.

Der mann, der die wm im alleingang dominierte
13 Tore in nur einem Turnier – eine Zahl, die selbst Lionel Messi und Cristiano Ronaldo in ihren besten Jahren nicht annähernd erreichen konnten. Fontaine, der eigentlich als Radrennfahrer seine Karriere starten wollte, schrieb 1958 in Schweden Fußballgeschichte. Sein Name ist untrennbar mit dem französischen Triumph verbunden, denn er führte Les Bleus sensationell bis ins Halbfinale – ein Erfolg, der für Frankreich bis dato neu war.
Drei Tore gegen Paraguay, zwei gegen Jugoslawien, ein Tor gegen Schottland, zwei gegen Nordirland, ein Tor gegen Brasilien und schließlich vier im Spiel um den dritten Platz gegen Deutschland. Die schiere Anzahl seiner Treffer ist schlichtweg atemberaubend. Es war ein Auftritt, der ihn in die Annalen des Fußballs eintrug und den damaligen Wunderstürmer Sándor Kocsis von seinem Thron stieß.
Ein glücklicher Zufall und ein tragisches Ende
Fontaine war 1958 eigentlich nicht für die WM vorgesehen. Erst die verletzungsbedingte Ausfall Thadee Cisowskis ermöglichte ihm den Einzug ins Aufgebot. Ein Glücksfall, der sich für Frankreich auszahlte. Doch das Schicksal nahm eine bittere Wendung: Ein doppelter Beinbruch beendete seine Karriere im Alter von nur 28 Jahren. Ein tragisches Ende für einen Spieler, der das Potenzial hatte, noch größere Erfolge zu feiern.
„Wir hatten ja auch noch einen Elfmeter, aber die durfte nur Raymond Kopa schießen“, blickte Fontaine später zurück. Ein Detail, das zeigt, wie hart um jeden Torerfolg gekämpft wurde. Seine Worte an zukünftige Rekordjäger sind ebenso eindrücklich wie ehrlich: „Es kann ja sein, dass irgendwann irgendwer meinen Rekord knackt. Nur: Niemand sollte vergessen, dass wir damals nur sechs Spiele hatten.“
Mbappé mag ihn übertroffen haben, aber die schlichte Größe Fontaines bleibt unbestritten. Der Staatspräsident Emmanuel Macron würdigte ihn nach seinem Tod im März 2023 als einen „Gründungsmythos“ des französischen Fußballs – ein Titel, der seine Bedeutung für den Sport unterstreicht. Der Sommer 1958 gehört ihm für immer. Ein Vermächtnis, das auch die jüngsten Generationen von Fußballfans in seinen Bann zieht.
