Flick wirft kugelschreiber weg und rettet kind: barça-drama vor newcastle-kracher
Hansi Flick hatte gerade noch lächelnd Autogramme verteilt, als ein Kreischen durch die Menschentraube riss. Die Stiftpause. Die Sekunde Stille. Dann sprang der Barça-Coach über die Absperrung, riss ein Fünfjähriges aus der Reihe und presste dessen Kiefer auseinander. Sekundenbruchteil. Der Stift war abgebrochen, das Kind atmete wieder.

Warum der coach reagierte, bevor sicherheitskräfte überhaupt blinkten
Flick selbst ist zweifacher Vater, kennt das Reflexmuster. „Ich sah, dass das Klemmen nicht mehr wegging“, sagte er danach mit zitternder Stimme. „Dann ist alles andere Nebensache.“ Die Autogrammstunde vor dem Champions-League-Achtelfinale in Newcastle war sofort beendet, rund 200 Fans wurden zurückgedrängt. Das Video der Rettung geht viral – nicht wegen des Dramas, sondern wegen der unverhohlenen Tränen des Coaches.
Barça reist nun mit einem zusätzlichen Koffer voller Emotionen nach England. Die Mannschaft erhielt die Freigabe für einen Kurzbesuch im Kinderkrankenhaus von Newcastle, Flick wird das betroffene Fan-Baby dort mit einem Trikot überreichen. „Fußball ist schön, aber Atemluft ist alles“, sagte der Deutsche. Die UEFA dankte Flick offiziell und kündigte an, allen Finaltickets Sicherheitsbriefings für Eltern beizulegen.
Am Dienstagabend steht der 55-Jährige wieder an der Seitenlinie, doch die Frage lautet nicht mehr, ob Barça das Viertelfinale erreicht. Sie lautet: Kann eine Mannschaft, deren Trainer zwischen den Zeilen das Leben rettet, noch mit normalem Druck umgehen? Die Antwort folgt in 90 Minuten in St. James’ Park – und danach wird vermutlich wieder jemand Autogramme wollen.
