Flensburg profitiert: handball-pausen geben den ausschlag!
Ein Luxus, den sich andere nicht gönnen können: Die SG Flensburg-Handewitt startet mit deutlich mehr ausgeruhten Kräften in die Viertelfinal-Rückspiele der EHF European League. Während ihre Konkurrenten aus Melsungen, Kiel und Hannover zwischenzeitlich noch Bundesliga-Partien bestreiten mussten, darf sich die Fördestadt bis zum 9. Mai zurücklehnen. Ein Umstand, der vor allem dem sportlichen Erfolg von Magdeburg geschuldet ist.

Die schachzüge der liga: warum flensburg profitiert
Die Ausgangslage ist klar: SG Flensburg-Handewitt gegen TSV Hannover-Burgdorf – ein Duell mit einem entscheidenden Faktor. Die SG hat es geschafft, eine längere Regenerationsphase zu nutzen, während ihre Rivalen in der Bundesliga noch einmal alles geben mussten. Die MT Melsungen kämpfte beispielsweise am Freitag, die TSV Hannover-Burgdorf am Samstag und der THW Kiel ebenfalls noch in der heimischen Liga. Ein Unterschied, der sich im Kampf um das Final Four auswirken könnte.
Doch wie kam es zu dieser Ungleichbehandlung? Die Antwort liegt in der Champions-League-Beteiligung von SC Magdeburg. Das Spitzenspiel zwischen Flensburg und Magdeburg, ursprünglich für den 3. Mai angesetzt, fiel dem dichten Terminkalender der Champions-League-Partien von Magdeburg am 29. April und 7. Mai zum Opfer. Eine gängige Praxis, wie ein Sprecher der Handball-Bundesliga bestätigte – im Sinne einer international erfolgreichen Bundesliga soll den Champions-League-Teams etwas Luft zum Atmen eingeräumt werden.
Die Konsequenz: Während Flensburg die zusätzliche Pause genießen kann, müssen Melsungen, Kiel und Hannover ihre Kräfte gegen Rhein-Neckar Löwen, HSG Wetzlar und Bergischen HC erneut einsetzen. Ein Wettrennen gegen die Zeit, während die SG Flensburg-Handewitt die Möglichkeit hat, sich optimal auf das Rückspiel gegen Hannover vorzubereiten.
Die Viertelfinal-Partien der EHF European League versprechen Spannung: RK Nexe Nasice gegen THW Kiel, MT Melsungen gegen FC Porto, Montpellier HB gegen HC Vardar PRO Skopje und eben SG Flensburg-Handewitt gegen TSV Hannover-Burgdorf. Die Entscheidung über die Final-Four-Teilnehmer fällt am kommenden Wochenende. Die kleinen Vorteile, wie sie Flensburg nun hat, können den Unterschied ausmachen. Die Liga zeigt hier mal wieder, dass Erfolg auf internationaler Bühne Priorität hat – auch wenn das manchmal zu ungewöhnlichen Konstellationen führt.
