Freiburg und wolfsburg trennen sich: lienharts tor rettet punkt

Ein müder VfL Wolfsburg verließ am gestrigen Abend Freiburg mit einem Punkt, nachdem Philipp Lienhart in der 75. Minute zum 1:1-Ausgleich getroffen hatte. Die Partie, die am 32. Spieltag der Bundesliga stattfand, offenbarte mehr als nur die Stärken und Schwächen der beiden Mannschaften; sie offenbarte auch die wachsende Unsicherheit im Abstiegskampf.

Eriksens pfostenschuss und wolfsburgs chancenwut

Schon früh im Spiel zeigte Christian Eriksen seine Klasse, als sein Schuss ans Pfosten klatschte (9.). Doch Wolfsburg ließ diese Chance nicht in Wasser fallen, sondern versuchte, Druck aufzubauen. Adam Daghim verfehlte das Tor knapp mit einem Kopfball (42.). Freiburg wirkte nach dem Hinspiel im Europa-League-Halbfinale gegen Braga angeschlagen und kraftlos. Das Team von Trainer Julian Schuster enttäuschte und stand vor der vierten Pflichtspielniederlage in Folge.

Koulierakis

Koulierakis' führungstreffer und freiburgs aufbäumen

Nach der Pause kam Wolfsburg mit frischem Wind zurück und wurde durch einen Kopfball von Konstantinos Koulierakis mit 1:0 belohnt (55.). Doch Freiburg gab sich nicht geschlagen. Angetrieben von der Notwendigkeit, wehrte sich das Team und fand schließlich in Philipp Lienhart den entscheidenden Spieler.

Lienharts Treffer war mehr als nur ein Tor. Er war ein Hoffnungsschimmer für Freiburg, der in der Tabelle den Punkt vom FC Frankfurt übernahmen und sich damit einen besseren Rang sicherte. Für Wolfsburg bedeutete der Punkt zwar keine direkte Rettung, doch der bessere Torverhältnis im Vergleich zu St. Pauli gibt Anlass zur Hoffnung.

Was das ergebnis für den abstiegskampf bedeutet

Was das ergebnis für den abstiegskampf bedeutet

Die Punkteteilung in Freiburg hat den Abstiegskampf in der Bundesliga weiter verkompliziert. Werder Bremen und der 1. FC Köln sind nun so gut wie gerettet, während Union Berlin und der Hamburger SV ihre Hoffnungen auf den Klassenerhalt wahren können. Die Spannung zwischen Wolfsburg, St. Pauli und Heidenheim steigt, wobei das direkte Duell zwischen Wolfsburg und St. Pauli die Entscheidung bringen könnte.

Am kommenden Samstag empfängt der VfL Wolfsburg den FC Bayern München – ein Duell, das angesichts der Umstände alles andere als ein Selbstläufer wird. Für Freiburg geht es am selben Tag gegen den Hamburger SV. Ob die Breisgauer ihre beeindruckende Europa-League-Kampagne mit einem erfolgreichen Bundesliga-Finale krönen können, bleibt abzuwarten.