Fis-chaos: lehmann kehrt zurück, eliasch-ära endet!
Die internationale Skiföderation (FIS) erlebt einen erneuten Wechsel im Führungspersonal. Nur wenige Wochen nach der umstrittenen Abwahl von Johan Eliasch kehrt Urs Lehmann, der ehemalige Swiss-Ski-Präsident, als Generalsekretär zum Weltverband zurück. Ein Schachzug, der die ohnehin angespannte Lage im Skisport weiter verkompliziert.

Lehmanns rückkehr: ein strategischer manöver?
Lehmanns Weggang Anfang Juni war ein deutliches Zeichen des Unmuts über Eliaschs Politik gewesen. Er hatte seinen Rücktritt erklärt, um den Druck auf den damaligen Präsidenten zu erhöhen, der mit zahlreichen Konflikten mit den großen Skinationen – Schweiz, Österreich, Deutschland und den USA – zu kämpfen hatte. Diese Nationen warfen Eliasch mangelnde Kommunikation und Alleingänge vor, was zu einer tiefen Kluft innerhalb der FIS führte.
Nun holt ihn Alexander Ospelt, Eliaschs Nachfolger, zurück. Ein überraschender Schritt, der zeigt, dass Ospelt offenbar auf die Expertise und das Netzwerk Lehmanns setzt, um die Scherben zu kitten. Der Vertrag des Schweizer läuft zunächst bis März 2027, wobei eine offene und sorgfältige Suche nach einem dauerhaften Generalsekretär angestrebt wird. Die FIS betont, dass Lehmanns Rückkehr in erster Linie eine Übergangslösung darstellt.
Die Abwahl von Eliasch am 11. Juni auf dem FIS-Kongress war ein Schock für viele. Mit nur einer Stimme weniger unterlag er Alexander Ospelt, was den jahrelangen Konflikt mit den Skinationen offenlegte. Die Kritik an Eliasch betraf nicht nur die Kommunikation, sondern auch die strategische Ausrichtung des Weltverbandes. Ob Lehmann in der Lage sein wird, die notwendigen Reformen voranzutreiben und das Vertrauen der Mitgliedsverbände zurückzugewinnen, bleibt abzuwarten.
Es bleibt abzuwarten, ob Lehmanns interimsweise Rückkehr eine Stabilisierung für die FIS bedeuten wird oder ob weitere Turbulenzen folgen. Die kommenden Monate werden entscheidend sein, um zu beurteilen, ob Ospelt mit Lehmann einen klugen Schachzug vollzogen hat oder ob die FIS weiterhin im politischen Strudel gefangen ist. Die Skigemeinde beobachtet gespannt.
